Weihrauch

Wechselwirkungen

Es wurden bisher keine Wechselwirkungen mit Weihrauch gemeldet. Es dürfte aber durchaus Probleme geben, denn Weihrauch hemmt verschiedene Cytochrom-P450-Enzyme. Das verlangsamt den Abbau bestimmter Medikamente, die über diese Cytochrome entgiftet werden.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen
Selten kommt es zu Magen-Darmbeschwerden, Durchfall, Bauchschmerzen, Sodbrennen, auch allergische Reaktionen sind möglich.
Die Pilotexperimente mit Rheuma, Crohn, Colitis und Asthma-Patienten lassen vermuten, dass die Nebenwirkungen gering sind (verglichen mit konventionellen Medikamenten).

Gegenanzeigen
Zur Anwendung von Indischem Weihrauch während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine Daten vor. Auch für die Behandlung von Kindern liegen keine Erfahrungen zur Unbedenklichkeit vor.

Anwendungsgebiete

Weihrauch: von der Tradition als gut befunden

Weihrauch war ein wichtiges Heilmittel in der traditionellen indischen, arabischen, ägyptischen, griechisch-römischen und chinesischen Medizin gegen entzündliche Zustände aller Art und Infektionen.

In der Neuzeit setzt man Weihrauch innerlich bei Gelenkerkrankungen wie Rheuma, Darmentzündungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Atemwegs- und Harnwegserkrankungen ein. Experimentell wird Weihrauch gegen das Glioblastom (bösartiger Hirntumor) getestet. Daneben wirkt er antiseptisch, expektorierend, schmerzstillend und beruhigend. Auch als äußerliche Einreibung ist Weihrauch gegen Schmerzzustände und Entzündungen nützlich.

Zwar wurde Weihrauch von der Kommission E nicht behandelt, doch gibt es neuere Untersuchungen, die für eine Wirkung bei entzündlichen Zuständen sprechen. Besonders Laborversuche haben den entzündungshemmenden Effekt nachgewiesen. Insgesamt wurden etwa 50 Studien am Menschen zu Weihrauch durchgeführt, überwiegend in Indien. Diese kleinen Studien verliefen überwiegend positiv, dennoch gilt die Wirkung noch als nicht gesichert, da umfassende Dokumentation und statistisches Material über Weihrauch bislang fehlen.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.

Wurde von der Kommission E nicht bearbeitet.

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Weihrauch bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Angst- und Spannungszustände: beruhigend (Aromatherapie)
  • Darmerkrankungen, Bauchschmerzen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Durchfall, vegetative Dystonie (innerlich)
  • entzündliche Hauterkrankungen (Psoriasis), Geschwüre, wunde Mundschleimhaut, trockene und gerötete Haut, Juckreiz (äußerlich)
  • Gelenkschmerzen, Arthrose, Rheuma, Arthritis: schmerzstillend (äußerlich/innerlich)
  • Harnwegsbeschwerden: antiseptisch (innerlich)
  • Infekte der Atmungsorgane: expektorierend (innerlich)
  • Infektionen: antiseptisch (äußerlich, innerlich)
  • Mundgeruch (kauen)
  • Muskelschmerzen, Muskelkater, Verspannungen (äußerlich)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Weihrauch helfen kann