Weißdorn

Der Weißdorn (Crataegus monogyna und Crataegus laevigata) ist vor allem in Europa verbreitet und wächst meist als Busch oder kleiner Baum mit dornigen Ästen heran. Die heilende Wirkung der Blätter und Blüten des Weißdorns ist inzwischen anhand zahlreicher Studien belegt worden. Sie dienen zur Herstellung pharmakologischer Produkte. Insbesondere bei Herzschwäche und verlangsamter Herztätigkeit sind Weißdornpräparate wirksam. Weißdorn stimuliert die Herzleistung, verbessert die Kontraktionskraft und das Schlagvolumen des Herzens. Die Koronargefäße erweitern sich, wodurch unter anderem eine bessere Sauerstoffversorgung des Herzmuskels entsteht. Traditionell wird Weißdorn noch bei vielzählig anderen Herzbeschwerden eingesetzt, etwa bei Bluthochdruck, Herzneurosen oder Herzrhythmusstörungen. Dargereicht werden Weißdornprodukte üblich in Form von Tabletten. Weißdorn gilt als sehr gut verträglich.

Weißdorn
Eingriffliger Weißdorn © Wikipedia
Die Früchte sind leuchtend rot. © C. Heyer/PhytoDoc

Anwendungsgebiete: Wogegen hilft Weißdorn?

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Der positive Effekt von Weißdorn bei Herzschwäche im Stadium I und II nach NYHA (New York Heart Association) ist durch zahlreiche klinische Studien nachgewiesen worden und unbestritten. Sowohl die Kommission E als auch die WHO haben seine Wirkung anerkannt.Für zahlreiche andere Anwendungsgebiete gibt es nur Anwendungsbeobachtungen.

In der praktischen Anwendung sollte Weißdorn in der Therapie der Herzinsuffizienz nicht fehlen. Im Vergleich mit den chemisch-synthetischen Medikamenten ist er sehr gut verträglich und besitzt eine wesentlich breitere Wirkung auf verschiedene Stoffwechsel- u.a. Prozesse. Für viele Patienten bessert sich die gesamte Lebensqualität; sie benötigen bei der Blutdruckeinstellung und der Therapie anderer Symptome des Herz-Kreislauf-Systems geringere Dosen einseitig wirkender konventioneller Präparate und leiden unter weniger Nebenwirkungen.

Ein Nachweis für eine Erhöhung der Überlebenszeit unter der Therapie mit Weißdornextrakt steht noch aus, ist jedoch wegen der vielen positiven Wirkungen auf den Stoffwechsel wahrscheinlich.

Bitte beachten Sie: Die Diagnose "Herz-Kreislauferkrankung" sollte immer von einem Arzt gestellt und begleitet werden.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit
Gesicherte Wirksamkeit
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Für diese Anwendungsgebiete liegen eindeutige klinische Studien vor, um von einer Wirksamkeit auszugehen. Die Wirksamkeit wurde von mindestens einer der maßgeblichen Bewertungskommissionen (Kommission E/ESCOP/HMPC/WHO) verbindlich festgestellt.
  • Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) im Stadium II nach NYHA (New York Heart Association)

Wirksamkeit laut Erfahrung

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Es liegen zahlreiche Hinweise aus einer langen Anwendungstradition in der Volksmedizin und in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde vor, die eine Wirksamkeit annehmen lassen. Dennoch sind bisher nicht alle Kriterien erfüllt, die für eine volle Beweiskraft notwendig sind. Falls es klinische Studien gibt, haben die Ergebnisse nicht zweifelsfrei überzeugt.
  • Altersherz
  • Bluthochdruck, niedriger Blutdruck (Blätter)
  • funktionelle Herzbeschwerden (organische Ursache nicht feststellbar)
  • Herzinfarkt: Steigerung der Widerstandskraft des Herzmuskels bei einem Herzinfarkt (kardioprotektiv)
  • Herzinsuffizienz, adjuvant im Stadium III,  Steigerung der Kontraktilität des Myokards
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden: Stärkung und Kräftigung der Herz-Kreislauf-Funktion
  • Herzneurosen (Blüten)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Makuladegeneration
  • Nebensymptome von Herzerkrankungen: Leistungsminderung, Abgeschlagenheit, rasche Ermüdbarkeit und Kurzatmigkeit
  • Vorbeugung der Arteriosklerose

Links zu den Erkrankungen, bei denen Weißdorn helfen kann

Wie wirkt Weißdorn?

Die Wirkung von Weißdorn ist in zahlreichen kontrollierten klinischen Studien an Tier und Mensch sehr gut belegt. Herzstärkende Weißdornprodukte werden bei Herzschwäche (NYHA-Stadium I und II) und verlangsamter Herztätigkeit eingesetzt. Eine große Studie mit 940 niedergelassenen Ärzten zeigte: Bei 3664 Patienten mit Herzinsuffizienz war unter der Einnahme von Weißdorn (durchschnittlich 900 mg Extrakt pro Tag) die Häufigkeit typischer Herzbeschwerden im Mittel um etwa 66% gesunken.

Pharmakologisch schreibt man die Wirksamkeit den oligomeren Procyanidinen und Flavonoiden zu.

In zahlreichen kontrollierten Studien konnte die Steigerung der Herzleistung, der Kontraktionskraft und des Schlagvolumens nachgewiesen werden. Neben einer Verbesserung von Rhythmusstörungen wurde auch ein positiver Effekt auf die Herzdurchblutung dokumentiert. Der Extrakt erweitert die Koronargefäße; dadurch verbessert sich die Myokarddurchblutung und die Sauerstoffversorgung der Herzmuskelzellen.

Auch die Widerstandskraft des Herzmuskels gegen eine Minderdurchblutung (Herzinfarkt) ist durch Weißdorn höher, denn er fängt die entstehenden freien Radikale ab, d.h. er wirkt insbesondere durch die phenolischen Inhaltsstoffe antioxidativ.

Nach Angaben der Patienten steigerte Weißdorn die Lebensqualität und reduzierte die empfundenen Beschwerden. Das machte die Patienten körperlich wesentlich belastbarer.

 

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