Wermut
Wirkungsweise
Etherische Öle sind die wichtigsten Inhaltsstoffe des Wermuts. Sie sind für die Anregung des Appetits und zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden geeignet. Man kennt diese Eigenschaften schon sehr lange und verwendet Wermut daher traditionell als Magenbitter, aber auch bei Magenschleimhautentzündung und bei Gallenblasenleiden (Gallenwegs-Dyskinesie). Die positive Wirkung auf die Produktion von Verdauungsenzymen wurde auch in Versuchen bestätigt. Ein kleinerer Versuch an Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn) zeigte eine deutliche lindernde Wirkung: Die Gabe von Steroiden konnte abgesetzt werden und etwa die Hälfte der Patienten waren durch die Behandlung mit Wermut nach 8 Wochen ohne Beschwerden. Die Besserung hielt während der gesamten Beobachtungsdauer von weiteren 12 Wochen an.
Der Inhaltsstoff Thujon, ebenfalls ein etherisches Öl, ist ein starkes Nervengift. Es verstärkt die Alkoholwirkung und chronischer Missbrauch löst Krampfanfälle, Delirium und Halluzinationen aus.
Die äußerliche Anwendung soll bei Hautleiden helfen, wie z.B. schlecht heilenden Wunden, Geschwüren, Hautflechten und Insektenstichen. Diese Wirkung ist durchaus wahrscheinlich, da die etherischen Öle eine antimikrobielle Wirkung zeigen. Im Laborversuch hatte das ätherische Öl einen hemmenden Effekt auf das Wachstum von Bakterien, Pilzen sowie Parasiten (Trichinen). In der Türkei und Italien wird Wermut von der Traditionellen Medizin als Wurmmittel verwendet
Gastritol
bei Magen- und Darmbeschwerden
Thujon ist ein Krampfgift, daher sollte das isolierte Öl aus Wermut nicht verwendet werden. Kombinationen mit anderen Heilpflanzen sind sinnvoll (wie z.B. Tausendgüldenkraut, Engelwurz). Besonders nützlich ist Wermut als Mittel zur Anregung des Appetits, der Verdauungssäfte und bei Verdauungsstörungen. In einer kleinen Studie wurde Wermut erfolgreich gegen Morbus Crohn eingesetzt. Obwohl die Pflanze eine lange Tradition hat, liegen über den Wermut nur wenige verwertbare wissenschaftliche Daten vor. Traditionell verwendet wird Wermut gegen Würmer, daher hat sich in englischsprachigen Ländern der Name Wormwood (Wurmholz) eingebürgert.

- Appetitlosigkeit (bitteres Tonikum, Magensaftproduktion steigernd)
- Gallenwegserkrankung mit gestörter Gallenausscheidung
- Lebererkrankungen mit gestörter Gallensäurenproduktion
- Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie),
- Blähungen (karminativ)
Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Wermut bei

- Entzündungen (bakteriostatisch, entzündungshemmend)
- Gallenblasenerkrankung
- Gallenkolik
- Krämpfe, Bauchschmerzen (krampflösend)
- Magenschleimhautentzündung
- Übelkeit und Erbrechen (zusammen mit Durchfall)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Wermut helfen kann
- Infektionskrankheiten:
- Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse:
- Magen, Darm und Speiseröhre:
- Psyche und Sucht:


