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Pflanzenprofil von Adonisröschen

Gelbe Tupfer im zeitigen Frühjahr

Das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) ist eine mehrjährige Pflanze, die auffallend große, gelbe Blüten trägt. Sie bevorzugt trockene, basen- und kalkreiche Böden und gedeiht in Halbtrockenrasen oder auch trockenwarmen Hügeln. In Deutschland ist es selten und im Bestand gefährdet und steht unter Naturschutz. Der Gattungsname Adonis leitet sich von den blutrot-blühenden Arten ab.

Aussehen und Herkunft

Das Adonisröschen aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) ist in Europa (außer den Britischen Inseln), West- und Ostsibirien beheimatet. Die mehrjährige Pflanze mit kräftigem Wurzelstock bevorzugt trockene Kalkböden. Die Blätter sind zwei- bis vierfach gefiedert und sitzen direkt am Stängel. Zeitig im Frühjahr erscheinen die großen gelben Blüten endständig an aufrechten Sprossen. Zur Blütezeit sammelt man die oberirdischen Teile der Pflanze.

Die Sage erzählt, dass die griechische Göttergestalt Adonis, das Symbol der Schönheit, von Ares in eifersüchtiger Raserei getötet wurde. Seine Bluttropfen tränkten die Erde und wurden von Aphrodite in Adonisröschen verwandelt. Mit der Göttergestalt Adonis verbinden sich im Mittelmeerraum viele Riten wie die jährliche Feier von Sterben und Wiedergeburt: Den Lebenskreislauf feierte man indem man Saat und Erde in flache Schalen pflanzte („Adonisgärtlein“) und sie dann einem Fluss übergab. Das Sprießen und das Welken stand für Geburt und Tod.

Gewinnung

Die Pflanze stammt meist aus Wildbeständen. Nach der Ernte wird das Kraut möglichst rasch getrocknet (eine zu langsame Trocknung führt zu einem partiellen Abbau der herzwirksamen Glykoside). Aus dem gleichen Grund muss der Wassergehalt der Droge sehr niedrig sein.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen