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Pflanzenprofil der Afrikanischen Teufelskralle

Aus den Savannen Südafrikas

Die Afrikanische Teufelskralle hat ihre Heimat in den Savannen Südafrikas und Namibias. In Europa wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt: 1904 wurde der ehemalige Soldat und spätere Farmer G.H. Mehnert von Eingeborenen im heutigen Namibia auf die besonderen Wirkungen dieser Pflanze hingewiesen.

Aussehen und Herkunft

Den Namen "Teufelskralle" verdankt die Heilpflanze ihren Früchten, die nach der Befruchtung holzig werden und armartige, mit Haken besetzte Auswüchse tragen. Auch der Gattungsname – abgeleitet vom griechischen Wort „harpagos“ (= Enterhaken) – bezieht sich auf die Widerhaken der Früchte. Diese Enterhaken können bei Weidetieren, die versehentlich in die Früchte hineintreten, bösartige und schlecht heilende Verletzungen verursachen.

Die Blätter der Teufelskralle sind graugrün und unregelmäßig gelappt, die trichterförmigen Blüten sind gelb oder violett. Aus der großen, knolligen Wurzel entstehen nach den ersten Regenfällen grüne Triebe. Diese wachsen am Boden entlang und werden etwa 1 bis 1,5 m lang. Die dicke Wurzel (Primärwurzel) ist von mehreren knollenförmigen Ausbuchtungen (den Sekundärwurzeln) begleitet. Außer der arzneilich amtlich anerkannten Teufelskralle Harpagophytum procumbens existiert eine zweite ähnliche Art (Harpagophytum zeyheri), die ebenfalls für die Herstellung von Arznei verwendet werden kann.

Die Heilpflanze Teufelskralle wird entweder als Tee, als oral einzunehmendes Arzneimittel oder als Salbe zum Auftragen auf die Haut (z.B. auf wunde Stellen, Geschwüre und Furunkeln) verwendet. Inzwischen sind über 25 Monopräparate mit der Indikation "Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates" erhältlich.

Namensvetterin und verwandte Arten

Es gibt noch eine europäische Namensvetterin der Teufelskralle – Phyteuma. Diese hat nichts mit der hier beschriebenen Afrikanischen Teufelskralle zu tun.

Häufig können auch Wurzelteile einer verwandten Art (Harpagophytum zeyheri) in den Handelspräparaten vorkommen. Diese Art ist jedoch nicht immer zur medizinischen Anwendung geeignet, da der Gehalt ihrer Inhaltsstoffe stark schwankt. Die wässrigen Extrakte beider Arten zeigten jedoch in einer wissenschaftlichen Untersuchung die gleichen schmerzstillenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Der Gehalt an wichtigen Inhaltsstoffen der Teufelskrallenwurzel hängt auch vom Extraktionsmittel ab: So wird z.B. die Leitsubstanz Harpagosid mit Wasser besser extrahiert als mit 60 %igem Alkohol. Weiterhin kann die auf dem Beipackzettel angegebene Extraktmenge eine unbekannte Menge an Hilfsstoffen enthalten.

Gewinnung

Für die Herstellung der Arznei werden die Sekundärwurzeln der Teufelskralle verwendet, die sich bis zu 2 m tief in der Erde befinden. Sie werden direkt nach der Ernte zerkleinert und getrocknet, sodass sie als Tee verwendet oder weiterverarbeitet werden können. Das Präparat nennt sich Harpagophyti radix (= Teufelskrallenwurzel).

Obwohl der Anbau der Teufelskralle bereits erfolgreich ist, stammt ein großer Teil der exportierten Teufelskralle noch aus der Wildsammlung und ist durch Unkenntnis und Raubabbau stark gefährdet.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen