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Ananas

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Vitaminbombe Ananas

Lecker und gesund zugleich! Und das Enzym Bromelain macht die Ananas zu einer wertvollen Heilpflanze.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Heilende Frucht aus den Tropen

Die Ananas (Ananas comosus) ist eine wahre Vitaminbombe! Der wertvollste Inhaltsstoff der Frucht ist allerdings das Enzym Bromelain, das eine entzündungshemmende, blutverdünnende und abschwellende Wirkung hat. Vor allem bei traumatischen oder postoperativen Schwellungen der Nase und der Nebenhöhlen wird das Enzym in Form von Tabletten verwendet. Aber auch Sportler schätzen die abschwellende Wirkung bei Sportverletzungen und die Linderung bei Muskelkater. Auch bei Verdauungsbeschwerden sollen Enzyme aus Ananas helfen. Sie ersetzen einfach die Verdauungsenzyme im Magen. Die Heimat der exotischen Frucht liegt in Mittelamerika, sie wird heutzutage jedoch überall in den Tropen angebaut.

Wogegen hilft Ananas?

Das kann die Ananas

Die Kommission E bestätigt die Anwendung von Bromelain bei traumatisch oder operativ verursachten Schwellungen der Nase und der Nebenhöhlen. Obwohl die Pharmakologie wenig untersucht ist, gibt es derzeit bezüglich der Sicherheit keine negativen Statements.

Heilwirkung von Ananas

Ananassaft wird traditionell als verdauungsförderndes Tonikum und harntreibendes Mittel verwendet. Die reife Frucht ist außerdem reich an Vitaminen (sie enthält durchschnittlich 20 mg Vitamin C pro 100 g Frucht, Vitamin B1, B2 und Nicotinamid).

Aus Ananas wird das Enzymgemisch „Bromelain“ gewonnen. Es besteht aus Eiweiß-abbauenden Substanzen (Proteasen) welche zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt werden. In der Tat konnte man nachweisen, dass nach der Einnahme ein Teil davon ins Blut und das Lymphsystem aufgenommen wird. Dort kann es das Auflösen von Blutgerinnseln (Thromben) fördern und so blutverdünnend wirken. Daneben bestätigen Untersuchungen die Wirksamkeit gegen Entzündungen und Ödeme, vor allem bei Schwellungen der Nase und Nebenhöhlen. Eine positive Wirkung auf verletzungsbedingte und postoperative Schwellungen („Schönheitsoperationen“) gilt als wahrscheinlich.

Pflanzliche Eiweißzersetzer (Proteasen) wie Bromelain werden gelegentlich Medikamenten zum Ausgleich einer Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse zugesetzt. Sie enthalten zusätzlich auch Verdauungsenzyme aus tierischem Bauchspeicheldrüsengewebe. Im Augenblick ist noch fraglich, inwieweit der Zusatz Bromelain die erwartete Wirkung hat.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • Schwellungszustände, akute postoperative und posttraumatische, vor allem der Nase und Nasennebenhöhlen

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Dyspepsie, Verdauungsbeschwerden, verdauungsfördernd bei exokriner Bauchspeicheldrüseninsuffizienz (Minderung der Funktion der Bauchspeicheldrüse)
  • Entzündungen, Nebenhöhlenentzündungen
  • Prellung mit Schwellung
  • Rheuma
  • Schwellungen, Ödeme, Phlebödem
  • Venenverschlusskrankheit, da blutverdünnend

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

Die Hinweise aus traditioneller Anwendung oder Laborversuchen sind zu wenig überzeugend und gehen über einen experimentellen Status nicht hinaus. Es gibt bisher keine korrekten oder positiven klinischen Studien.

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Bromelain wird in Form von Tabletten eingenommen.

Dosierung

innerliche Anwendung:
  • Tagesdosis: 80–240 mg Bromelain auf 2 bis 3 Einzeldosen verteilt. Die Behandlung dauert gewöhnlich maximal 8 bis 10 Tage.

Wirkstoffe

  • Bromelain (auch Bromeline): mindestens 5 verschiedene Enzyme
  • Vitamine: Vitamin C, Vitamin B1, B2 und Nicotinamid
  • Zucker: Saccharose (15%)
  • Ester der Kaffee- und p-Cumarsäure mit Glycerol