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Ananas: Pflanzenprofil

Eine exotische Frucht

Die Ananas ist eine sehr beliebte Obstpflanze, die sowohl pur schmeckt als auch in vielen Gerichten (z. B. auf dem Hawaii-Toast) nicht fehlen darf. Obwohl sie bei uns nicht heimisch ist, können wir die Früchte in frischer oder konservierter Form im Supermarkt kaufen. Ihr exotisches Aussehen macht sie zusätzlich attraktiv.

Aussehen und Herkunft

Die Ananas gehört zur Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Sie stammt ursprünglich aus Mittelamerika und wird heute weltweit in den Tropen angebaut.

Die mehrjährige Pflanze besitzt eine dichte Blattrosette, die aus steifen, stachelspitzigen und gezähnten Blättern gebildet wird. Die lilafarbenen Blüten stehen sehr dicht in der Achsel der kleinen Tragblätter. Zur Reifezeit schwillt die Blütenachse an und umgibt die Samenanlagen mit dem saftigen Fruchtfleisch. Oben auf der Frucht wächst ein Büschel aus stacheligen Blättern.

Im Reifezustand können Früchte und Fruchtstiele der Ananas für verschiedene pharmazeutische Produkte verwendet werden. Der vergorene Saft wird in der Volksheilkunde (Hawaii-Inseln, Philippinen, Südamerika) bei Entzündungen und fieberhaften Erkrankungen, bei Ödemen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. In Brasilien wurde der aus den Blättern gepresste Saft auch als Wurmmittel verwendet.

Gewinnung

Die Ananas wird in großen Plantagen gezogen und nach 20 Monaten zum ersten Mal geerntet. In weiteren Ernten sind die Früchte unregelmäßig und auch etwas kleiner. Aus den Mutterstümpfen und der Blütenachse der abgeernteten Bestände wird ein Gemisch eiweißabbauender (proteolytischer) Enzyme gepresst oder extrahiert. Daraus gewinnt man das Bromelain (= Bromelainum crudum) durch einen technischen Konzentrierungsschritt. Neben dem Bromelain fällt ein Weichwachs an, das sich in kosmetischen Produkten verwenden lässt.

Quellen

  1. Blaschek W. et al, (Hrsg.): Hagers Handbuch der Drogen und Arzneistoffe, Springer-Verlag Heidelberg, 2004
  2. Schilcher, H., Kammerer, S., Wegener, T.: Leitfaden Phytotherapie, 3. Auflage, Urban & Fischer Verlag München-Jena, 2007
  3. Van Wyk, B.-E., Wink, C., Wink, M.: Handbuch der Arzneipflanzen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2004
  4. http://www.heilpflanzen-welt.de