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Steckbrief von Arginin

Arginin zählt zu den semi-essentiellen Aminosäuren

Arginin ist eine der 20 Aminosäuren, die in allen natürlichen Proteinen vorkommt. Sie hat von allen Aminosäuren den höchsten Gehalt an Stickstoff. Daher nutzen Pflanzen Arginin, um Stickstoff in ihren Samen zu speichern.

Aussehen und Herkunft

Aber auch im Menschen spielt Arginin eine besondere Rolle: Arginin ist die Vorstufe des Botenstoffes Stickstoffmonoxid (NO). Dieses Gas führt zu einer Gefäßerweiterung, indem es die Muskelschicht der Gefäße entspannt. Für die Aufklärung dieses Zusammenhangs wurde 1998 der Medizinnobelpreis verliehen. Dementsprechend hoch war das Interesse an diesem Thema und es liegen zahlreiche Untersuchungen aus dem Bereich der Grundlagenforschung vor. Einige Aspekte finden bereits in der Medizin Anwendung, wie zum Beispiel bei Viagra (Sildenafil) und anderen Medikamenten bei erektiler Dysfunktion, welche über eine verlängerte Wirkungsdauer von NO die Erektion fördern.

In der Regel kann der gesunde Mensch genügend Arginin selbst herstellen. Bei erhöhtem Verbrauch – etwa in der Wachstumsphase, bei Stress, Gefäßerkrankungen oder nach Verletzungen – ist man zusätzlich auf eine externe Zufuhr angewiesen. Arginin wird daher heute zu den „semi-essentiellen“ Aminosäuren gezählt. Bei einer durchschnittlichen Ernährung (20-90 g Protein) nimmt der Mensch täglich etwa 0,6 bis 5 g über die Nahrung zu sich.

Gewinnung

Arginin kann zum Beispiel über Fermentation aus Mikroorganismen (Brevibacterium flavum) gewonnen werden. Die Bakterien werden auf stärkehaltigen pflanzlichen Produkten (wie Mais, Sojahydrolysate oder Melassen) und einer zugesetzten Stickstoffquelle (Fleisch oder Käse) gezogen. Die Zellmasse wird anschließend auf ein semisynthetisches Medium mit Sojahydrolysat mit N-Acetyl-L-glutaminsäure gesetzt. Das im Medium angereicherte Arginin wird anschließend abgetrennt und gereinigt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen