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Welche Nebenwirkungen hat Arnika?

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

In seltenen Fällen treten schon bei der ersten Anwendung Hautreizungen auf. Bei äußerer Anwendung auf Haut und Schleimhaut sind die Gefahren und Nebenwirkungen jedoch vertretbar klein, von einer inneren Anwendung raten die verantwortlichen Kommissionen ab.

Äußerliche Anwendung

Bei längerer Anwendung auf der Haut können sich Ekzeme bilden. Bei Kontakt mit offener Haut wird mitunter eine Kontaktdermatitis ausgelöst, wobei dafür nicht jeder anfällig ist. Bei vorgeschädigter Haut (wie etwa bei Hautverletzungen oder offenen Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris) entstehen bisweilen Schwellungen und Bläschen auf der Haut.

Achtung:

  • Das allergene Potential von Arnica wird als hoch eingeschätzt. Arnikablüten aus Portugal und Spanien enthalten hauptsächlich Dihydrohelenalin, das viel seltener eine allergische Hautentzündung auslöst, aber auch weniger antientzündlich wirkt.
  • Höhere Konzentrationen von Arnikaextrakt können zu Bläschenbildung und im extremsten Fall zum Absterben von Hautarealen (Nekrose) führen. Flüssige Zubereitungen immer genau nach Anweisung verdünnen!
  • Bei zu konzentrierten Lösungen und falscher Anwendung auf vorgeschädigter Haut kann es zu Hautschäden bis hin zu absterbendem Gewebe kommen. Konzentrierte Lösungen immer nur kleinflächig anwenden.
  • Es wird daher geraten, den Kontakt mit Augen und offenen Wunden zu meiden. Arnika sollte nicht über längere Zeit angewendet werden.

Risikoabschätzung zur äußeren Anwendung

Bei richtiger Anwendung sind die Gefahren von Arnikazubereitungen gering. Diese Stellungnahme liegt vom Bundesinstituts für Risikoabschätzung sowie vom HMPC (Committee on Herbal Medicinal Products an der EMA) vor. Nebenwirkungen seien nur bei einer von 100 Anwendungen zu erwarten.

Innerliche Anwendung

Die innerliche Anwendung von Arnika kann zu schweren Nebenwirkungen führen, wie Erbrechen, Durchfall, Nervosität und Muskelschwäche. Auch das Herz wird beeinträchtigt: Nach anfänglicher Beschleunigung des Herzschlages folgen eventuell Rhythmusstörungen und Herzmuskellähmung (Asystolie).

Arnika wird daher mit Ausnahme von verdünnten homöopathischen Mitteln nicht mehr innerlich angewendet.

Gegenanzeigen

Die Pflanze wirkt in höherer Dosierung auch abtreibend (abortiv). Für Schwangere, Stillende und Kinder unter 12 Jahren sind Arnikazubereitungen nicht geeignet.

Wechselwirkungen

Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt.