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Bärentraube

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Bärenstark bei Harnwegsinfekten

Die Bärentraube trägt auch den Namen Harnkraut und das nicht umsonst. Wegen ihrer antibiotischen Wirkung wird sie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Einer der alternativen Namen der Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) lautet, nach der typischen Anwendung, Harnkaut. Die Bärentraube wirkt antiseptisch und die Wirkstoffe erreichen in aktiver Form die Blase. Deswegen wird die Bärentraube gerne bei Blasenentzündungen eingesetzt. Die Wirkung ist gesichert und durch die Kommission E anerkannt. Zur besseren Verträglichkeit werden die Gerbstoffe bei manchen Präparaten entfernt. Die Darreichung erfolgt oral, entweder als Teeaufguss oder als Tablette mit dem konzentrierten Extrakt. Die Bärentraube eignet sich aber nicht zur Daueranwendung, weil sie den Harntrakt reizen könnte. Kinder und Schwangere sind zu empfindlich für die Bärentraube.

Wogegen hilft Bärentraube?

Anwendungsbeobachtungen über die Wirkung der Bärentraube

Es gibt detaillierte Laborversuche und ärztliche Anwendungsbeobachtungen, die die antibiotische Wirkung gegen eine ganze Reihe von Bakterien bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege belegen. Dabei ist darauf zu achten, dass ausreichend Wirkstoff (400 bis 700 mg Arbutin) zugeführt wird. Für die Wirkung ist außerdem wichtig, dass der Harn alkalisch ist. Das erreicht man mit einer pflanzenreichen Ernährung mit wenig Fleisch.

Wichtig: Die Bärentraube sollte nicht über längere Zeit angewendet werden.

Heilwirkung von Bärentraube

Bärentraube wird in der Phytomedizin als Harnwegs-Antiseptikum eingesetzt, vorwiegend bei Infektionen und Entzündungen der ableitenden Harnwege (Blasen- und Nierenbeckenentzündung) mit Schmerzen beim Wasserlassen und Griesbildung im Harn.

Der wirksame Stoff ist das Glycosid Arbutin, der aber in dieser Form unwirksam ist. Im Stoffwechsel wird Arbutin umgesetzt (hydrolysiert) und erscheint schließlich im basischem Harn als aktive Verbindung (Hydrochinon). Diese Substanz wirkt im Laborversuch nachweislich gegen Bakterien und Pilze. Das sorgt für die antiseptische Wirkung auf die Schleimhäute der Harnwege.

Die Gerbstoffe unterstützen die Wirksamkeit, sie sind adstringierend, entzündungshemmend und antimikrobiell. Bärentraubenblätterzubereitungen wirken auch gegen Citrobacter, Enterobacter, E.coli-Spezies, Klebsiella, Proteus, Pseudomonas und Staphylococcus-Spezies.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • entzündliche Erkrankung ableitende Harnwege, Harnwegs-Antiseptikum

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

Es liegen zahlreiche Hinweise aus einer langen Anwendungstradition in der Volksmedizin und in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde vor, die eine Wirksamkeit annehmen lassen. Dennoch sind bisher nicht alle Kriterien erfüllt, die für eine volle Beweiskraft notwendig sind. Falls es klinische Studien gibt, haben die Ergebnisse nicht zweifelsfrei überzeugt.

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

  • Geschlechtskrankheiten
  • Rheuma
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Heißes Wasser eignet sich am besten zum Extrahieren, daher verwendet man die getrockneten Blätter meist als Tee. Die Bärentraube wird häufig mit anderen Kräutern in Nieren- und Blasentees kombiniert. Auf dem Markt sind auch Tabletten mit konzentriertem Extrakt. Besser verträglich sind Produkte bei denen die Gerbstoffe entfernt wurden.

Innerliche Anwendung:

  • Als Einzeldosis für einen kalten Aufguss verwendet man 3 g der getrockneten Pflanze oder Präparate mit einem Hydrochinonanteil von 100–210 mg pro Dosis.
  • Als maximale Tagesdosis sollen 12 g getrocknete Blätter (bzw. 400–840 mg Hydrochinone) nicht überschritten werden.

Wirkstoffe

  • Hydrochinonderivate: Arbutin (ein Phenolglycosid) und weitere Hydrochinonderivate
  • Gerbstoffe (in den Blättern): Gallotannine und Ellagitannine
  • Flavone: Hyperosid
  • Iridoidglucosid: Monotropein
  • Triterpene