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Nahrungsmittel und Heilpflanzen

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Therapeutische Wirkung von Nahrungsmitteln

Nahrungsmittel können eine therapeutische Wirkung besitzen. Der Übergang zwischen diesen und Heilpflanzen ist daher fließend.

Von: Berthold Musselmann

Auch Nahrungsmittel können eine therapeutische Wirkung besitzen, daher ist der Übergang zwischen diesen und Heilpflanzen fließend. Dies wurde insbesondere in der orientalischen Heilkunst schon früh erkannt, und dementsprechend finden sich zahlreiche Hinweise in den Medizinbüchern des Orients, etwa bei Ibn Sina.

Die TCM (Traditionell Chinesische Medizin) verwendet zum größten Teil auch Pflanzen und deren Bestandteile, wobei die Wirkungsmechanismen dieser teils exotischen und in Mitteleuropa nicht vorkommenden Pflanzen von der Abendländischen Pharmakologie noch wenig erforscht sind. Hier wird in den letzten Jahren aber deutlich mehr als bisher geforscht.

Pflanzen in der Medizin - Konventionelle Medizin

Das Pflanzenreich verfügt über extrem starke Gifte, die in entsprechenden Verdünnungen als chemisch isolierte Reinsubstanzen, z. B. die Inhaltsstoffe des Fingerhuts = Digitalisglykoside, bei schnellen Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche, die Inhaltsstoffe des Schlafmohns, die sog. Opiate bei starken Schmerzen oder als chemisch veränderte (teilsynthetische) Stoffe, z. B. Acetylsalicylsäure aus der Salicylsäure der Weidenrinde in der Medizin Verwendung finden. Zu großen Teilen werden Pflanzen auch als unterstützende („komplementäre“) Therapeutika eingesetzt. Darunter fällt die Verwendung bestimmter Pflanzen, wie etwa der Mistel, in der Krebstherapie.

Die meisten der schulmedizinisch anerkannten Stoffe pflanzlichen Ursprungs sind in höherer Dosis starke Gifte. Pflanzliche Mittel sind keineswegs immer milde und gut verträglich. Viele Pflanzen haben im Laufe der Evolution hochwirksame Abwehrprinzipien gegen klimatischen Stress wie Sonne, Trockenheit, Nährstoffmangel, gegen Fraßfeinde, Schädlinge uvam. gebildet.

Viele dieser stark wirkenden Stoffe können im menschlichen Organismus, richtig und in adäquater Dosis angewendet, starke Wirkungen entfalten. Zu den Pflanzeninhaltsstoffen, die als isolierte Einzelsubstanzen eingesetzt werden, gehören beispielsweise Colchicin, Atropin, Digoxin, Digitoxin, Paclitaxel und Morphin.

Erfahren Sie im folgenden Artikel mehr über die Stärken der eigentlichen Phytotherapie, d.h. nicht der einzelnen, potentiell gefährlichen Inhaltsstoffe, sondern der Heilpflanzen-Extrakte mit Stoffgemischen, die deutlich geringere Risiken beinhalten.

Ihr

Berthold Musselmann