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Botanischer Steckbrief von Beinwell

Beinwell - Nomen est omen

Zur Behandlung von stumpfen Verletzungen verwendet man sowohl die oberirdischen Teile als auch die schwarze, fleischige Wurzel des Beinwells. Früher galt er als bestes Mittel zur Behandlung schwer heilender Wunden und Knochenbrüche. Das geht auch aus vielen Sagen hervor, in denen Beinwell sogar die Suppenknochen im Kochtopf wieder zusammenwachsen ließ. Das Wortteil "well" bedeutet übrigens genau dies "zusammenwachsen", kommt daher auch nicht aus dem Englischen sondern aus dem Althochdeutschen.

Aussehen und Herkunft

Beinwell gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist daher typischweise rau bis fast borstig behaart. Die relativ großen Blätter sind ganzrandig und laufen am Stengel herab. Die Blütenkronen des Beinwells sind meistens violett, manchmal auch weiß oder gelblich und werden durch Hummeln bestäubt. Die Samen tragen ein nahrhaftes Anhängsel, das Ameisen anlockt. Sie nehmen es zum Verzehr mit nach Hause und verbreiten so die Pflanze.

Beinwell liebt feuchte Böden mit einem hohen Gehalt an Nährstoffen. An geeigneten Standorten wird er bis zu einem Meter hoch.

Beinwell kommt von Europa bis Westasien vor. In Nordamerika wurde die Pflanze eingebürgert. Die Handelsware kommt in der Regel aus gewerbsmäßigem Anbau.

Gewinnung

Das Kraut wird den ganzen Sommer geerntet, die Wurzel im Frühjahr und Herbst.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen