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Pflanzenprofil der Birke

Holz und Heilung

Alle Teile der Birke wurden früher vielseitig genutzt: Das Holz für Möbel, Musikinstrumente und Gefäße, der Ruß als Druckerschwärze, die äußere Rinde als Zunder, der Teer als Wagenschmiere, das Pech als Klebstoff, der Saft kann vergoren werden und ergibt ein alkoholisches Getränk. Aus den Reisern der Birke stellte man Besen her. In der Sagenwelt der Germanen waren Hexenbesen aus Birkenreisern gefertigt.

Auch die Volksmedizin und Kosmetikindustrie verwendet unterschiedlichste Birkenprodukte: Blätter (Betulae folium), Rinde (Betulae cortex), Blattknospen (Betulae gemmae) und Birkenrindenteeröl (Betulae pix).

Aussehen und Herkunft

Die Birke ist durch die weiße Rinde ein sehr auffälliger sommergrüner Laubbaum. Innerhalb der Familie der Birkengewächse (Betulaceae) sind 35 Arten bekannt, die vornehmlich auf der Nordhalbkugel verbreitet sind. Moor-Birke (Betula pubescens) und Hänge-Birke (Betula pendula) sind nahe verwandt und hybridisieren häufig. Die beiden Bäume werden bis zu 30 m hoch. Die männlichen und weiblichen Blüten stehen getrennt voneinander in Form von Kätzchen. Die Blätter der Moor-Birke sind grob gezähnt und beidseitig weich behaart, im Gegensatz dazu sind die Blätter der Hänge-Birke doppelt gesägt und unbehaart. Vom Stamm der Birke löst sich eine blendendweiße Korkschicht in Streifen ab. Dort, wo die Rinde bricht, bilden sich schwarzbraune Borkenschuppen.

Die Birke ist sehr anspruchslos und ist eine Pionierpflanze auf feuchten wie auf sandigen Böden. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Birke reicht von Mittel- und Nordeuropa bis Nordasien (beide Arten).

Gewinnung

Für einen Tee werden zumeist die jungen Blätter verwendet. Sie werden im Mai und Juni gesammelt und an der Luft getrocknet.

Ebenfalls im Mai erntet man den Birkensaft, indem man die Birkenrinde anschneidet und den ausfließenden Saft auffängt.

Der Birkenteer wird durch eine „trockene Destillation“ aus den Zweigen und aus der Rinde des Stammes hergestellt. Dazu werden die Zweige und die getrocknete Rinde erhitzt und die Stoffe die dabei flüchtig werden aufgefangen und abgekühlt. Dabei entsteht der schwarzbraune dickflüssige Teer.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen