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Pflanzenprofil der Bitteren Schleifenblume

Eine Heilpflanze mit schleifenähnlichen Blüten

Wegen des dekorativen Aussehens und der langen Blütezeit von Mai bis August wird die Bittere Schleifenblume häufig als Zierpflanze angebaut. In Europa kommt die Pflanze überwiegend im Mittelmeergebiet wild vor. Sie bevorzugt kalkhaltige und steinige Lehm- oder Lössböden. In Deutschland erreicht die Bittere Schleifenblume die Ostgrenze ihrer Verbreitung und ist vom Aussterben bedroht (im Hauptverbreitungsgebiet ist sie allerdings häufig). Zu arzneilichen Zwecken wird die relativ anspruchslose Pflanze daher angebaut.

Aussehen und Herkunft

Die Bittere Schleifenblume (Iberis amara) – auch Bitterer Bauernsenf genannt – gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Die blühende Pflanze verströmt einen intensiven süßen Geruch, der Geschmack ist allerdings sehr bitter (lat. amarus = bitter). Die Pflanze wird 10 bis 40 cm hoch und hat einen kantigen, abstehend verzweigten Stängel. Die Bittere Schleifenblume blüht für gewöhnlich schon im ersten Jahr. Meist sind die Blüten weiß, es gibt aber auch rötliche bis violette Varianten der Bittere Schleifenblume. 

Die zwei nach außen gerichteten Blütenblätter sind oval ausgezogen, wodurch die Blüten einer kleinen Schleife ähnlich sehen, daher der Name Schleifenblume. Mit der Zeit entwickeln sich aus den zunächst doldig erscheinenden Blütenständen traubige Fruchtstände. Sie tragen die kreisrunden Schötchen mit zwei dreieckigen Flügellappen. In beiden Fächern wächst nur je ein Samen heran. Er gilt als giftig.

Gewinnung

Die Erntezeit der Schleifenblume liegt bei uns im Juni bis Juli, der genaue Zeitpunkt muss je nach dem Entwicklungsstand der Pflanze bestimmt werden. Innerhalb eines Tages verarbeitet man die Gesamtpflanze mit Wurzel und Samenstand (Iberidis herba). Die Ernte wird bei -29 °C schockgefroren. In dieser Form ist das Material länger lagerfähig. Man stellt daraus bei Bedarf wässrig-alkoholische Extrakte her.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen