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Botanischer Steckbrief von Bockshornklee

Ein unbekannter Bekannter

Bockshornklee hat einen intensiven Geschmack und wird als Gewürz verwendet. Die wenigsten haben ihn schon bewusst probiert, gegessen haben ihn die meisten: in indischen Currymischungen ist er ein wichtiger Bestandteil. Der Geruch erinnert entfernt an Maggi, der Geschmack ist herb, aromatisch und bitter. Beim Rösten verschwindet die bittere Note. Er gibt Käse eine „nussige“ und dem Brot eine würzige Geschmacksrichtung. Auch Kaffee- und Vanilleextrakt werden damit aufgepeppt.

Aussehen und Herkunft

Würden Sie die Pflanze erkennen?

Der Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) ist eine einjährige, bis zu 50 cm hohe Pflanze. Die Blätter ähneln dem des Klees, die Fiederblätter sind aber gestielt und lang ausgezogen. Als Mitglied der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) hat er typische Schmetterlingsblüten mit weiß-gelblicher Farbe. Die Blüten bilden aber keine „Köpfchen“, wie man das am Klee kennt, sondern nur wenigblütige Gruppen in den Blattachseln. Der Name „Bockshorn“ bezieht sich auf die gekrümmten, sehr langen, dünnen Fruchthülsen: die sparrig abstehenden Hörner kann man schwer übersehen. Sie enthalten 10-20 kleine unregelmäßig herzförmig-kantige Samen. Medizinisch verwendet werden die reifen, getrockneten Samen (Bockshornsamen – Foenugraeci semen).

Sonniger Geselle aus dem Süden

Der Bockshornklee bevorzugt sonnige und warme Standorte im Mittelmeergebiet, Nordostafrika und Westasien, China und Australien. Mit seiner tiefen Pfahlwurzel und seiner Salztoleranz ist er auch für trockene Standorte geeignet. Die Pflanze wächst zwar auch bei uns, der kommerzielle Anbau erfolgt aber bevorzugt in wärmeren Gefilden (wie Südfrankreich, der Türkei, Indien und China).

Gewinnung

Bockshornklee ist relativ anspruchslos, zu feuchten Boden und Schatten jedoch mag er nicht, Trockenheit und auch salziger Boden dagegen sind kein Problem.

Die Pflanze wird im April/Mai gesät und wächst innerhalb von drei Monaten auf eine Höhe von 30-60 cm heran. Als Leguminose kann die Pflanze Stickstoff aus der Luft nutzen und braucht daher keinen Dünger. Als „Gründüngung“ angebaut verbessert sie den Boden. Die Blätter ergeben auch eine hochwertige Nahrung für Pflanzenfresser. Die Samenschoten reifen im Juli/August, man erntet sie, sobald sie sich braun verfärbt haben.

Meist werden die Samen gemahlen verwendet. Aus dem Mehl stellt man mit verschiedenen organischen Lösungsmitteln Extrakte her. Nach deren Entfernung wird der Trockenextrakt in Kapseln verpackt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen