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Steckbrief von Chondroitinsulfat

Chondroitinsulfat ist ein natürlicher Bestandteil vieler Gewebe, unter anderem auch des Knorpels. Als Nahrungsergänzungsstoff soll es vor allem den Knorpelaufbau fördern.

Chondroitinsulfat und was sich dahinter verbirgt

Dieses riesige Molekül besteht aus einer Kette von bis zu 100 Zuckermolekülen. Viele dieser Zuckerketten sind schließlich mit einem Protein verknüpft, so dass die einzelnen Moleküle wie Fischgräten angeordnet sind („Proteoglycan“). Je nach Gewebetyp gibt es unterschiedliche Varianten dieses Makromoleküls. Die wichtigste Eigenschaft von Chondroitinsulfat ist die Bindung großer Mengen von Wasser. Es entsteht dabei eine gallertige Substanz, die im Knorpel eine wesentliche Funktion für die Druckfestigkeit und Federung hat: Das im Chondroitinsulfat gebundene Wasser puffert die Stöße der Bewegung wie ein Luftkissen.

Nur keine Reibung

Knorpel ist ein ganz besonderes Gewebe des Körpers, das die Knochen in den Gelenken überzieht und zusammen mit der Gelenksflüssigkeit für eine reibungslose Bewegung sorgt. Knorpel wird einmal im Leben gebildet, nachwachsen oder regenerieren kann er nur in geringem Maße. Wenn dieser Knorpel durch Fehlbelastungen (Übergewicht), Abnutzung oder Entzündung geschädigt ist, liegen die Knochen mit ihren sensiblen Nervenendigungen blank und jede Bewegung bereitet Schmerzen. Dadurch wird die Lebensqualtität schwer beeinträchtigt.

Knorpel versorgt Knorpel

Chondroitinsulfat in der Nahrung soll die Versorgung des Knorpels verbessern und den Abbau aufhalten. Chondroitinsulfat selbst ist zu groß, um im Darm aufgenommen zu werden, es wird aber in der Verdauung in handliche Bruckstücke zerlegt, die ins Blut transportiert werden. Bezieht man sich auf Tierversuche, so gelangen diese Verbindungen auch in die Gelenke und stehen dem Knorpelstoffwechsel zur Verfügung.

Gewinnung

Chondroitinsulfat wurde früher aus Schlachtabfällen isoliert (wie der Luftröhre vom Rind). Mit der aufkommenden BSE-Krise wich man auf Haiknorpel aus. Aus ökologischen Gründen (Haie sind vom Aussterben bedroht) verwendet man jedoch in letzter Zeit Hühnerknorpel (Hahnenkamm) oder die Luftröhre vom Schwein.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen