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Pflanzenprofil von Cranberry

Die Großfrüchtige Moosbeere oder auch Kranbeere

Lange vor Ankunft der ersten Siedler nutzten die Indianer Amerikas die Cranberry-Früchte zu Heilzwecken. Durch den Reichtum an Vitaminen und Mineralien halfen ihnen die getrockneten Beeren die kalte Winterzeit zu überstehen. Über die Indianer haben auch die Siedler die Beere schätzen gelernt. So ist die Cranberry bis heute mit dem amerikanischen Nationalstolz und dem Fest „Thanksgiving“ verbunden. Botaniker kennen die Heilpflanze unter dem Namen Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon) oder Amerikanische Kranbeere.

Aussehen und Herkunft

Da die rosa Blüten mit langem Schnabel wie ein Kranichkopf aussehen ("crane berry"), entstand daraus der Name Cranberry. Auch im Plattdeutschen hat sich der Name Kraanbeere oder Kranbeere niedergeschlagen (von kraan, Kranich).

Die Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) hat zahlreiche beerentragende Kleinsträucher hervorgebracht, die in der traditionellen Medizin seit langem verwendet werden: Allgemein bekannt sind die Preiselbeere, Bärentraube, Rauschbeere, der Erdbeerbaum und die Heidelbeere. Die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) wurde übrigens im Bayerischen Wald und Ostbayern ähnlich geschätzt wie die Cranberry in Amerika.

Die Beliebtheit lässt sich auch darauf zurückführen, dass die Nebenwirkungen der Cranberryfrucht fast vernachlässigt werden können.

Die natürliche Heimat der Amerikanischen Kranbeere liegt in Hochmooren im östlichen Nordamerika. Das Anbaugebiet ist aber wesentlich größer: Dreiviertel der weltweiten Ernte wird in Nordamerika produziert. Dort wird Cranberry heute meist zum Backen und als Sauce für Wild- und Geflügelgerichten verwendet. In den letzten Jahren sind zunehmend Nahrungsergänzungsmittel mit Cranberries auf dem Markt zu finden.

Gewinnung

Cranberries spielen in Nordamerika eine immer größere Rolle und werden mittlerweile auf einer Produktionsfläche von über 19 000 Hektar angebaut. Sie wachsen auf feuchten Torfböden (Moorböden), die mit Sand abgedeckt sind. Zur Zeit der Ernte werden die Felder mit Wasser geflutet. Mit Hilfe eines Wasserstrudels werden die Früchte vom Strauch gelöst. Die Früchte enthalten Luftkammern und schwimmen. Von der Wasseroberfläche können die Beeren dann einfach abgesaugt werden. Daneben gibt es auch Methoden zur „trockenen“ Ernte.

Das Produkt wird entweder zu Saft oder Konfitüre verarbeitet oder getrocknet. Nur ein kleiner Teil der Früchte gelangt frisch in den Handel.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen