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Pflanzenprofil von Dill

Wegen seiner Würze nutzt man Dill gerne zum Verfeinern von Gurken und Salat. Als lindernde und beruhigende Heilpflanze ist sie seit 1500 v. Chr. bekannt. Die genaue Herkunft von Dill ist unklar, liegt aber vermutlich in Südwestasien. Seit der Antike wird die Pflanze in Ägypten, Asien und Europa kultiviert. Bei den Griechen glaubte man, dass Dill die Zeugungskraft schwächt. In Bosnien und Herzegowina dagegen setzte man das Kraut gegen Unfruchtbarkeit ein. Im deutschen Volksglauben schützte Dill vor Zauberei und Verhexung, daher sollten ihn junge Bräute mit sich tragen.

Aussehen und Herkunft

Die Heil- und Gewürzpflanze Dill (Anethum graveolens) aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) ist eine schwach blau bereifte, einjährige Pflanze von durchdringend würzigem Geruch.

Der hohle Stängel wird etwa 1m hoch und trägt zarte, mehrfach gefiederte frischgrüne Blätter. Die Blütenstände bestehen aus winzigen, gelben Blüten, die in großen Dolden angeordnet sind. Die 3-4 mm großen Früchtchen (»Samen«) sind zusammengedrückt, breit-eiförmig und besitzen einen häutigen Rand. Das Samengewebe enthält das etherische Öl. Meist werden die trockenen Früchte (Dillfrüchte – Anethi fructus) oder das Kraut (Dillkraut – Anethi herba) der Pflanze gesammelt.

Die Familie der Doldenblütler

Pflanzen aus der großen Familie der Doldenblütler enthalten häufig etherische Öle und Furanocumarine. Viele dieser Pflanzen - wie Sellerie, KümmelKorianderFenchel und Petersilie - werden als Küchenkräuter verwendet. Auch sie werden als Magenmittel, zur Lösung von Blähungen sowie als harntreibendes und gelegentlich als menstruationsförderndes Mittel genutzt.

Gewinnung

Das Kraut wird entweder frisch oder getrocknet verwendet. Die Samen enthalten etherisches Öl, welches man durch Destillation der getrockneten reifen Samen isoliert.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen