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Efeu

© C. Heyer/PhytoDoc

Frei durchatmen dank Efeu

Efeu ist eine traditionelle Arzneipflanze, die besonders bei Erkältungskrankheiten erfolgreich eingesetzt wird. Die schleimlösende und entkrampfende Wirkung auf die Atemwege ist gut belegt.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Bewährtes Hustenmittel

Efeu (Hedera helix) wird als Heilpflanze bei Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt. Eins der wirksamen Inhaltsstoffe – die Saponine – kommt hauptsächlich in den Blättern und weniger in den verholzten Trieben vor. Saponine unterstützen die Auflösung des Schleimsekretes und sind bei Husten, Keuchhusten, spastischer und chronisch-obstruktiver Bronchitis hilfreich. Der Auswurf wird erleichtert und der Hustenreiz nimmt ab. Die Wirkung erzielt Efeu auch, indem er den Schleim verflüssigt - zäher Schleim kann so besser abtransportiert werden. Die Palette an Efeuprodukten ist groß.

Wogegen hilft Efeu?

Efeu ist eine traditionelle Arzneipflanze, die besonders bei Erkältungskrankheiten erfolgreich eingesetzt wird. Die schleimlösende, Auswurf fördernde und hustenreizlindernde Wirkung auf die Atemwege ist gut belegt. So ist er ein bewährtes Hustenmittel.

Heilwirkung von Efeu

Produkte aus den Efeublättern werden bei verschiedenen Formen des Hustens (auch Keuchhusten, spastischer und chronisch-obstruktiver Bronchitis) und Atemwegserkrankungen (chronischem Atemwegskatarrh) wegen der hustenreizlindernden Wirkung verwendet. Die Saponine fördern den Auswurf und die Auflösung von Schleimsekreten. Durch reflektorische Reizung des Nervus vagus kommt es zur vermehrten Wassersekretion in den Bronchien und damit zur Verflüssigung des Schleims.

Seit kurzem weiß man auch, dass α-Hederin, eine Komponente des Efeublättertrockenextrakts, im Bronchialgewebe die Schleimbildung anregt. Dadurch kann der dickflüssige Schleim besser abgehustet werden und der Hustenreiz nimmt ab. Die Wirkung des Efeus bei Bronchitis ist nachgewiesen. Auch für trockenen Reizhusten ist er in Kombinationen mit Eibisch, Isländisch Moos, Malvenblüten und Spitzwegerich geeignet.

Efeuextrakte wirken auch gegen zahlreiche Schad- und Krankheitsorganismen: antimykotisch gegen alle getesteten Pilze (auch Hautpilze), antiviral gegen Influenzaviren (Atemwegsinfekte) und antibiotisch gegen Bakterien. Außerdem töten die konzentrierten Inhaltsstoffe verschiedene Parasiten ab. In Laborversuchen konnte man mit den Inhaltsstoffen des Efeus Schafe entwurmen.

Auch für die ödemhemmende und entwässernde Wirkung sind die Saponine verantwortlich. In höheren Konzentrationen sind Saponine aber für alle Zellen giftig und führen zum Platzen der Zellen.

Holzextrakte des Efeus finden vorwiegend in Cremes, Lotionen und Shampoos Anwendung. Sie sollen die Haut weich machen und Juckreiz besänftigen.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • Katarrhe der Luftwege (Therapie im verschleimenden Stadium)
  • chronisch entzündliche Bronchialerkrankungen, symptomatische Behandlung

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Keuchhusten
  • Krampfhusten und bei hoher Schleimproduktion: auswurffördernd und krampflösend
  • Reizhusten

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

  • Hauterkrankungen: Geschwüre, Brandwunden, Schwielen
  • Hautinfektionen, Entzündungen: antibiotisch, antimykotisch, antiviral
  • Parasiten
  • Pilzerkrankungen (antimykotisch)
  • Venenentzündung

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

In der Apotheke werden verschiedene standardisierte Fertigarzneimittel als Hustensaft, Tropfen, Tabletten oder Brausetabletten angeboten

Als wirksam gelten Präparate mit standardisierten Extrakten aus Efeublättern, deren Tagesdosis – je nach Art der Herstellung des einzelnen Präparates – 45 bis 70 mg Trockenextrakt beinhaltet.

Beachten Sie außerdem die jeweiligen Dosierungshinweise des Herstellers auf dem Beipackzettel.

Übrigens: Wegen der zahlreichen Wirkbeweise werden Arzneimittel mit standardisierten Efeublätterauszügen für Kinder bis 12 Jahren sogar von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet.

Hausmittel: Tee

Von der Zubereitung eines Tees aus selbst gesammelten Efeublättern ist abzuraten, da die richtige Blätterdosierung zu schwierig zu handhaben ist. Die therapeutisch wichtigen Efeu-Saponine wirken bei richtiger Dosierung sehr gut auswurffördernd, können aber bei zu hoher Dosierung zu Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall und Krämpfen führen. Efeu ist zwar eine hervorragende Heilpflanze, falsch dosiert wird sie dann aber zur Giftpflanze.

Daher ausschließlich standardisierte Fertigarzneimittel einnehmen.

Wer’s mit der Dosierung genau wissen will

Laut Prof. Schilcher und Siegfried Bäumler (Literatur) beträgt die mittlere Tagesdosis für Erwachsene 0,3 Gramm Droge. Doch viele klinische Studien setzten deutlich mehr ein, nämlich bis 0,8 Gramm Droge bzw. entsprechende Zubereitungen. Auch diese Mengen erwiesen sich als ausgezeichnet verträglich.

Wirkstoffe

Wichtige Inhaltsstoffe

  • Saponine (z.B. α-Hederin, Hederacosid C),
  • Flavonoide,
  • Polyacetylene (z.B. Falcarinol).