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Botanischer Steckbrief von Eisenhut

Die Pflanze der Giftmischer

Der Eisenhut gilt als die giftigste Pflanze Mitteleuropas. Bestimmte, weniger giftige, Arten werden auch heute noch in Indien als Aphrodisiaka gegessen. Früher wurde der Eisenhut von Hexen für Liebestränke verwendet. Er spielte außerdem eine große Rolle bei Giftmischereien, Mord und Hinrichtungen.

Aussehen und Herkunft

Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus L.) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er wird 0,5 bis 1,5 Meter hoch, hat eine verdickte, rübenförmige Wurzelknolle und tief eingeschnittene, gezähnte Blätter. Der traubige Blütenstand trägt auffällige, meist dunkelblaue bis violette Blüten, die in ihrer Form an einen Helm erinnern – so kam der Eisenhut zu seinem Namen. Zu Beginn der Blütezeit werden diefrischen oberirdischen Teile und die Wurzelknollen gesammelt.

Verbreitung

Eisenhut ist in den Bergregionen von West- und Mitteleuropa heimisch und wird häufig als Zierpflanze kultiviert.

Neben dem Eisenhut (Aconitum napellus) sind in der Volksmedizin und der Homöopathie auch andere Arten bekannt (A. anthora, A. ferox, A. vulparia und A. lycoctonum). Die chinesische Medizin verwendet A. carmichaelii (Debx.) und A. kusnezoffii (Rchb.).

Starkes Pflanzengift

Das Alkaloid Aconitin aus dem Eisenhut ist eines der am stärksten wirksamen Pflanzengifte. Es wird über Schleimhäute und auch sehr schnell durch die unverletzte Haut aufgenommen, überwindet die Blut-Hirnschranke und schädigt die Nerven.

Früher verwendete man den Eisenhut als Pfeilgift. Heute ist der Eisenhut sehr selten geworden und steht unter Artenschutz.

Achtung: Kinder sollten nicht mit Eisenhut spielen!

Gewinnung

Die gesammelten Wurzeln werden bei etwa 40 °C schnell getrocknet. Zur Herstellung der Urtinktur werden fein gepulverte oder frische Wurzeln mit Alkohol extrahiert. Für die homöopathische Anwendung wird der Extrakt stark verdünnt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen