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Eukalyptus

Eukalyptuszweig mit blau-grün bereiften Blättern.
© C. Heyer/PhytoDoc

Eukalyptus gegen Atemwegsbeschwerden

Eukalyptus hat antibakterielle, entzündungshemmende und auswurffördernde Eigenschaften. Es eignet sich daher gut für die Behandlung von Erkältungskrankheiten der Atemwege.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Der Eukalyptus (Eucalyptus globulus) ist nicht nur als wichtiger Rohstoff in der Holzindustrie und als Zierbaum bekannt, sondern auch als Heilpflanze. Typische Anwendungsgebiete von Eukalyptus sind Erkrankungen der oberen Atemwege - wie zum Beispiel Schnupfen -, Erkältungen, Gelenkschmerzen und Rheuma. Das ätherische Öl des Eukalyptus wirkt nicht nur antibakteriell sondern auch entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und desinfizierend. Die Anwendungsgebiete des Eukalyptus in der traditionellen Medizin sind noch umfassender und reichen von Kopfschmerzen bis Hauterkrankungen. Zur Gewinnung der ätherischen Öle werden die Blätter oder Zweigspitzen des Eukalyptus verarbeitet. Es wird oral eingenommen oder äußerlich als Salbe oder Öl aufgetragen. Bei Entzündungen im Magenbereich sind Eukalyptuspräparate allerdings schlecht verträglich. Bei Säuglingen oder Kleinkindern nur kindgerechte Präparate anwenden und den Gesichtsbereich aussparen.

Wogegen hilft Eukalyptus?

Eukalyptus: die Lösung bei Husten und Erkältung

Erfahrungsgemäß stellt sich bei Erkältungskrankheiten und Husten eine schleimlösende und subjektiv angenehm kühlende Wirkung ein. Die Verwendung wird durch langjährige Anwendungsbeobachtungen und Laborversuche gestützt, es fehlen aber bisher klinische Daten. Allgemein anerkannt ist die Anwendung des Eukalyptusöls bei Katarrhen, Husten und als durchblutungsförderndes Mittel bei Rheuma.

Heilwirkung von Eukalyptus

Eukalyptus hat durch seine Inhaltsstoffe („Monoterpene“) antibakterielle, entzündungshemmende, auswurffördernde, sekretbewegende und verflüssigende Eigenschaften. Das Öl wird im Magendarmtrakt vom Organismus gut aufgenommen und teilweise in die Lunge transportiert. Es eignet sich daher gut für die Behandlung von Erkältungskrankheiten der Luftwege. Das Eukalyptusöl wirkt zwar nicht deutlich abschwellend auf die Schleimhäute der Nase, durch die Aktivierung der Kälterezeptoren entsteht jedoch subjektiv das Gefühl einer freien Nase. Durch Inhalation werden Nervenfasern in den Atemwegen erregt (Nervus trigeminus), was das Flimmergewebe in den Atemwegen zu beschleunigtem Schleimtransport anregt.

Lokal auf der Haut aufgetragen fördert Eukalyptus die Durchblutung und wirkt desinfizierend. Zusammen mit Pfefferminzöl und Alkohol auf die Schläfen gerieben, soll es Kopfschmerzen lindern (für Pfefferminzöl ist die Wirkung gegen Spannungskopfschmerz belegt).

Blattextrakte sollen zusätzlich harntreibende und Blutzucker senkende Eigenschaften aufweisen. Traditionell setzt man Eukalyptus auch gegen Parasiten (Würmer) und zur Abschreckung von Insekten ein. In Mexiko kaut man die Rinde, um das Zahnfleisch zu stärken. Für die genannten Indikationen fehlen aber genauere Untersuchungen.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • Erkältungskrankheiten der Luftwege (Öl und Blätter)
  • rheumatische Beschwerden (Öl, äußerlich)

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Atemwegsprobleme, Asthma
  • Bronchialerkrankungen, Bronchitis
  • Darminfektionen, Würmer (traditionell)
  • infektiöse Hauterkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen, nicht entzündliche (Öl zusammen mit Campher und Terpentinöl)
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Zahnwurzelentzündung, Zahnfleischentzündung (nicht belegt)

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

Die Hinweise aus traditioneller Anwendung oder Laborversuchen sind zu wenig überzeugend und gehen über einen experimentellen Status nicht hinaus. Es gibt bisher keine korrekten oder positiven klinischen Studien.

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Eukalyptusöl wird häufig mit anderen Heilpflanzen gemischt und dann Präparaten gegen Erkältungskrankheiten zugesetzt. Besonders magenschonend sind magensaftresistente Weichgelatinekapseln. Auch für Hustenbonbons und Erkältungsbäder verwendet man das Öl. Als Zusatz in Zahncremes und Mundwässern soll Eukalyptusöl für einen frischen Atem sorgen.

Dosierung

innerliche Anwendung
  • Blätter für die Zubereitung von Tee: 1,5–2 g geschnittene Blätter auf 150 ml heißes Wasser geben, dreimal täglich trinken.
  • etherisches Öl: 0,3–0,6 ml pro Tag einnehmen.

äußerliche Anwendung

  • Cremes und Salben: der Ölgehalt in Cremes und Salben sollte bei 5–20% liegen.
  • konzentriertes Öl: ein paar Tropfen in die Haut einmassieren.
  • Inhalation: für Inhalationen sollte das reine Eukalyptol (1,8-Cineol) verwendet werden, da es weniger reizend wirkt.

Wirkstoffe

Etherisches Öl (1,5–3,5%) mit 1,8-Cineol als Hauptbestandteil (70–90%), daneben: α-Pinen, p-Cymen, Limonen und weitere Monoterpene als Nebenkomponenten

Sesquiterpene (Aromadendren, Globulol)

Euglobale (Acylphloroglucinderivate)

Flavonoide