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Botanischer Steckbrief von Gelbwurz

Farbstoff, Gewürz und Heilmittel

Der Einsatz von Kurkuma ist vielfältig, sei es als Färbemittel für die Gewänder buddhistischer Mönche oder als Gewürz in der indischen und orientalischen Küche. Sowohl die gelbe Farbe als auch der leicht bittere Geschmack machen die Wurzel als Bestandteil des Currypulvers beliebt. Kurkuma wird aber auch als medizinisches Heilmittel eingesetzt: Ein Trockenextrakt des Wurzelstocks lindert Symptome verschiedener Haut- und Magen-Darmerkrankungen und kann zudem den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel senken.

Weiterhin gibt es Hinweise, dass der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin möglicherweise gegen Krebserkrankungen wirken könnte, allerdings fehlen noch weitere wissenschaftliche Daten. Bei Gallensteinen und in der Schwangerschaft ist es allerdings ratsam, die gelbe Knolle erst nach ärztlicher Rücksprache anzuwenden.

Aussehen und Herkunft

Gelbwurz (Curcuma longa) oder auch Kurkuma genannt, bekam den Namen aufgrund der tiefgelben Wurzelfarbe und stammt wahrscheinlich aus Indien. Heute wird die - im Aussehen dem Ingwer ähnelnde - Pflanze in fast allen tropischen Ländern der Erde angebaut.

Weitere Kurkuma-Arten

Es gibt noch weitere Kurkuma-Arten, die ähnliche medizinische Eigenschaften besitzen. Sie werden gegen Verdauungsstörungen, als Magenmittel und Mittel gegen Blähungen angewendet: Curcuma aromatica (Blockzitwer oder Wilder Gelbwurz), Curcuma xanthorrhiza (Javanische Kurkuma), Curcuma zeodaria (Zeodarie oder Zitwer) u.a.

Gewinnung

Der Wurzelstock wird nach der Ernte gereinigt und mit heißem Wasser überbrüht. Dies verhindert ein Austreiben während der Trocknung. Dabei verkleistert die Stärke und die Curcuminoide treten als intensiv gelb leuchtender Farbstoff aus den Zellen aus. Anschließend wird der Wurzelstock in der Sonne getrocknet. Curcumin kann auch chemisch synthetisiert werden.

Quellen/Weitere Informationen

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