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Gewürznelke

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Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes. Vertraut sind Gewürznelken als Zutat in Lebkuchen und anderen Speisen. Anwendung finden die Gewürznelken aber auch bei der Heilung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Zahnschmerzen und gegen Mücken.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Wogegen hilft Gewürznelke?

Aromen aus Gewürznelken sind eine beliebte Zutat und in vielen Nahrungs- und Genussmitteln sowie Körperpflegeartikeln enthalten.

Gewürznelkenöl hat nachweislich eine betäubende, entzündungshemmende und antiseptische Wirkung.Traditionell verwendet man es auch für Verdauungsbeschwerden und zur Insektenabschreckung.

Zwar ist die Wirkung zuverlässig schmerzstillend, Kritiker jedoch bemängeln, dass konzentriertes Gewürznelkenöl gewebereizend wirke.

Kleine Kinder sollten nicht mit konzentrierten Gewürznelkenöl in Kontakt kommen.

Heilwirkung von Gewürznelke

Schmerzlinderung

Gewürznelken oder Gewürznelkenöl wirken verlässlich bei Zahnschmerzen. Die Wirkung soll schon nach zwei bis sieben Minuten eintreten. Daneben dient es zur Behandlung von Schleimhautentzündungen der Mund- und Rachenregion. Im Tierversuch wirkt es auch gegen Schwellungen (Ödeme).

Gewürznelkenöl besitzt nachgewiesene örtlich betäubende und antiseptische Wirkung. Äußerlich in die Haut eingerieben soll es gegen Rheuma, Bandscheibenbeschwerden, Kopf- und Muskelschmerzen helfen. Auf Grund der bekannten lokalanästhetischen Wirkung ist dies auch sehr wahrscheinlich. Wie Acetylsalicylsäure (“Aspirin“) greift es lindernd bei Entzündungsprozessen ein und hemmt die Bildung von Blutgerinnseln.

Daneben zeigen Laborversuche eine antimikrobielle Wirkung gegen zahlreiche Bakterien, und Pilze; zudem wurden antivirale Aktivitäten festgestellt.

Gewürznelken für die Verdauung

Gewürznelken sind häufig ein Bestandteil von traditionellen Magen- und Stärkungsmitteln.

Gewürznelkenöl wirkt krampflösend und lindert Bauchschmerzen und Blähbeschwerden. Man verwendet es auch bei Brechreiz. Kauen von getrockneten Gewürznelken macht den Atem frisch.

Für manche abschreckend oder tödlich

Nicht alle mögen Gewürznelkenöl. Insekten meiden es und man nutzt es daher gegen Mücken und Zecken. Untersuchungen allerdings zeigten, dass die Wirkung nicht zuverlässig ist und nach einiger Zeit „verfliegt“. Schreckstoffe auf der Basis von ätherischen Ölen sind trotz der natürlichen Herkunft nicht wirksamer als synthetische Stoffe und können auch wie diese Unverträglichkeiten und Allergien hervorrufen.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut
  • Zahnschmerzen: örtliche Schmerzstillung
  • Antiseptikum bei Wurzelkanalbehandlung

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Akne bei Jugendlichen
  • Halsschmerzen
  • Hautkrankheiten, infektiöse oder entzündliche
  • Infekte der oberen Atemwege, rauer Hals, Husten
  • Insektenstiche: Verhütung und Abschreckung von Insekten
  • Mundgeruch
  • Wundbehandlung

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

  • Asthma
  • Blähungen, Dyspepsie
  • Fieber
  • Paradontitis
  • Schmerzen: Kopf, Rheuma
  • Übelkeit, morgendliche

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Äußerlich

  • Bei Zahnschmerzen wird Gewürznelkenöl in konzentrierter Form äußerlich angewendet.
  • Zur Mundspülung empfiehlt es sich, das ätherische Öl auf 1-5% zu verdünnen.
  • Schmerzen: Gewürznelken schwach erhitzen und im Mörser zu einer Paste verreiben und auf die Nasenwurzel oder die Stirn auflegen.

Innerlich

  • 3-6g Gewürznelken als Abkochung, 3 x täglich einnehmen.

Dosierung

In fest schließenden Behältern im Dunklen aufbewahren. Gewürznelkenöl ist eine klare, fast farblose bis gelbliche Flüssigkeit. Bei längerer Lagerung an der Luft wird es braun.

Wirkstoffe

Knospen:

ätherisches Öl (15–20% des Trockengewichts), Hauptinhaltsstoff Eugenol (bis zu 85%), geringere Mengen Eugenylacetat (bis zu 15%) und β-Caryophyllen (bis zu 7%).

Flavonoide, Gallotannine, Phenolcarbonsäuren und Triterpene