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Nebenwirkungen von Griffonia

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Während der Studien wurden verschiedene Nebenwirkungen notiert: Schwindel, Übelkeit, Blähungen, Durchfall, Magenschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel.

Die Sicherheit für Schwangere und Stillende kann nicht gewährleistet werden. Nachdem die Langzeitwirkung nicht getestet ist, sollte Griffonia nicht länger als 1-2 Monate eingesetzt werden.

Achtung: 5-HTP führt mitunter zu Benommenheit. Vorsicht im Straßenverkehr!

Langsam hochdosieren

Durch langsame Hochdosierung sollen sich die Nebenwirkungen vermeiden lassen. Wenn die Dosis zu schnell erhöht wird, stellen sich mitunter paradoxe Reaktionen wie Unruhe, Aufgeregtheit und Wachheit ein. Diese Beschwerden klingen durch eine Korrektur der Dosierung ab.

Nicht bei Abmagerung

Personen mit Magersucht, geringem Gewicht und Appetit sollten 5-HTP nicht einnehmen. Bei Patienten mit Geschwüren im Magendarm-Bereich und Blutanomalien ist Vorsicht geboten. Der Stoff könnte Blutbildveränderungen verursachen.

Es fehlen genauere statistische Daten zur Giftigkeit an einem größeren Personenkollektiv. Nicht eingenommen werden sollte 5-HTP zur Sicherheit von Personen mit schweren Erkrankungen von Entgiftungsorganen (Leber oder Niere), Schwangeren, Stillenden, Personen mit Autoimmunkrankheiten oder Allergien.

Eosinophilie-Myalgie Syndrom

Mit der Einnahme eines bestimmten Tryptophan-Produkts wurde in der Vergangenheit das so genannte Eosinophilie-Myalgie Syndrom (EMS) in Verbindung gebracht. Als Ursache vermutete man eine Verunreinigung in den Präparaten. EMS äußert sich mit Blutbildveränderungen, starken Muskelschmerzen, schweren Hautveränderungen, Krämpfen, Fieber und Schäden an Herz und Lunge.

5-HTP ist mit der natürlichen Aminosäure Tryptophan eng verwandt, daher gilt auch hier besondere Aufmerksamkeit. Analysen haben gezeigt, dass die Verunreinigung auch in 5-HTP enthalten ist, aber in geringerem Maße und zwar sowohl in synthetischen als auch natürlichen Quellen (Griffonia).

Etwa 1500 EMS-Fälle weltweit führten zu einer Marktrücknahme Tryptophan-haltiger Schlafmittel im Dezember 1989 und ein Verbot durch die FDA. Zehn EMS-Fälle in Zusammenhang mit 5-HTP sind bis 1998 bekannt geworden.

Vorläufige Entwarnung

Da der Zusammenhang jedoch nicht schlüssig bewiesen werden konnte, ist Tryptophan und 5-HTP wieder verkäuflich. Von 1999 bis 2006 wurden keine weiteren Fälle bekannt. Auch in den vorhandenen Studien trat das Krankheitsbild nicht auf.

Vorsichtige Stimmen argumentieren, dass statistische Untersuchungen an einem größeren Patientenkollektiv fehlen. Es wäre möglich, dass die Serotoninvorstufen 5-HTP und Tryptophan nur bei Menschen mit bestimmten seltenen genetischen Veranlagungen EMS auslöst.

Nahrungsergänzungsprodukt oder Medikament?

5-HTP ist als Nahrungsergänzungsprodukt eingestuft und nicht als Arzneimittel. Der Stoff 5-HTP kommt auch im Körper natürlicherweise vor und ist damit kein Fremdstoff. Zu beachten gilt, dass Botenstoffe an den “falschen Stellen” oder in erhöhten Mengen ebenfalls schädliche Wirkungen haben können.

Das meiste über den Darm aufgenommene 5-HTP wird bereits in der Leber in Serotonin umgesetzt. Von dort gelangt es in Blut, Herz und Lunge. Ein großer Teil des Serotonins wird in der Lunge abgebaut. Serotonin selbst kann wegen der Blut-Hirnschranke nicht ins Gehirn aufgenommen werden, nur der kleine Teil an 5-HTP, der noch nicht umgesetzt wurde.

Nebenwirkungen von Serotonin im Körper

Der Körper hat bei künstlicher Zufuhr von 5-HTP nicht viele Möglichkeiten zur Regulation der Serotoninmenge. Bei oraler Aufnahme entsteht bereits im Darm eine große Menge an Serotonin. Da dieser Botenstoff auch hier Signalfunktion hat, kommt es zu Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Diese Nebenwirkungen sind gut dokumentiert und die häufigsten von der WHO für 5-HTP registrierten.

Ein zu hoher Serotoninlevel im Blut über lange Zeiträume kann das Herz und andere Gewebe schädigen (Bindegewebswucherungen, Vernarbungen). Diese Nebenwirkung ist aus Tierversuchen bekannt.

Serotonin-Überschuss im Gehirn

Hat das 5-HTP das Gehirn erreicht, wird es in Serotonin umgesetzt. Zu viel Serotonin im Gehirn führt zu dem sogenannten Serotonin-Syndrom. Dieses Syndrom kann prinzipiell bei allen Medikamenten, die in die Serotoninwirkung eingreifen, eintreten, weswegen diese Arzneimittel unter ärztlicher Kontrolle verschrieben werden.

Bei Auftauchen folgender Symptome sollten sie das Produkt absetzen:

  • paradoxe Unruhe- oder Angstzustände
  • grippeähnlichen Symptome
  • Zittern und gesteigerte Reflexe bis zu Krämpfen
  • Herzklopfen, Herzbeschwerden
  • Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
  • Schwitzen
  • Schnelle Atmung
  • Störung des Bewusstseins, Halluzinationen

Wechselwirkungen

5-HTP sollte nicht zusammen mit anderen Medikamenten, die in den Serotonin-Stoffwechsel eingreifen (MAO-Hemmer, selektive Sereotonin-Wiederaufnahme-Hemmer), eingenommen werden, denn dann besteht die Gefahr eines Serotonin-Überschusses (Serotonin-Syndrom).

Der Stoff kann die Wirkung von Antidepressiva und Beruhigungsmitteln unkontrolliert verstärken. Nicht zusammen mit Johanniskraut-Produkten einnehmen. Auch einige Schmerzmittel (Tramadol, und Schmerzmittel aus der Familie der Triptane) sollen nicht zusammen mit 5-HTP konsumiert werden.

Vitamin-B6 fördert die Umwandlung von 5-HTP zu Serotonin und verstärkt die Wirkung.

Serotonin ist auch in der Blutgerinnung involviert. Der Stoff 5-HTP sollte daher zur Sicherheit nicht mit Medikamenten kombiniert werden, die die Blutgerinnung erniedrigen (Beispiel Aspirin).