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Nebenwirkungen von Hanföl

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Während die Lebensmittel aus Hanfprodukten als harmlos gelten, sind THC-haltige Hanfprodukte in der Handhabung nicht ungefährlich:

Klinisch werden Cannabinoide nur in Einzelfällen in der Palliativmedizin angewendet. Dabei müssen Patienten vor allem in der Anfangsphase gut überwacht werden, da es zu Nebenwirkungen kommen kann (Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, erhöhter Puls mit Herzrasen, plötzlicher Blutdruckabfall, Kopfschmerzen). Dauerhaftes Cannabis-Rauchen kann zu Mundtrockenheit, geröteten Augen, Laryngitis, Bronchitis und Schädigung der Lunge führen. Auch Marihuana-Rauch enthält Karzinogene. Dauerhaftes Rauchen von Hanfprodukten fördert die Entwicklung von Krebs.

Cannabis hat ein relevantes Suchtpotential. Beim Entzug kommt es zu Reizbarkeit, Übelkeit und Schlafstörungen. Es ist zudem häufig eine „Einstiegsdroge”, die Konsumenten werden häufig durch den Konsum abhängig von Nikotin (sehr hohes Suchtpotential). Statistisch gesehen ist mit einem Verlust von etwa 10 gesunden Lebensjahren zu rechnen. Darüber hinaus ist eine spätere Entwöhnung nur bei 10-15 % der Abhängigen möglich. Hanfliebhaber gehen leider später oft zu stärkeren Rauschdrogen mit noch fatalerer Wirkung über.

Psyche und Nerven: berauschende Hanfprodukte verändern den Menschen

Der chronische Missbrauch der Rauschdrogen aus Hanf („Haschen, Kiffen“) kann Persönlichkeitsveränderungen und Antriebslosigkeit auslösen, sowie die Aufmerksamkeit und Konzentration schwächen. Bis zu 8 Stunden nach dem Rauchen von Marihuana ist die Reaktionszeit herabgesetzt und die Fähigkeit ein Auto zu fahren eingeschränkt. Höhere Mengen der Hanfdrogen beeinträchtigen die Wahrnehmung. Daneben schwächt THC-Missbrauch das Gedächtnis, abstraktes Denken und das Lernen. Außerdem dürften die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und die psychische Kontrolle unter dem Konsum leiden und die Impulsivität zunehmen.

Berauschende Hanfprodukte können zu dauerhaften Schäden führen

Einige Erscheinungen – wie die Beeinträchtigung des Gedächtnisses – halten nach dem Ende des Konsums noch für etwa 28 Tage an. Bei jugendlichen Cannabis-Konsumenten bilden sich die neuropsychologischen Einschränkungen nach Aufgabe der Cannabisnutzung nicht vollständig zurück. Je länger Cannabis geraucht wird und je früher der Gebrauch einsetzt, umso stärker fallen auch die dauerhaften Einschränkungen aus. Man diskutiert gegenwärtig die Hypothese, dass Cannabis besonders die Gehirnentwicklung stört (neurotoxische Wirkung). Im Tierversuch wurde dies bereits bestätigt.

Man nimmt außerdem an, dass Cannabiskonsum mit dem Ausbruch von Panikattacken und schizophrenen Störungen in Verbindung stehen könnte. Auch beim Einsatz von THC-haltigen Medikamenten können in seltenen Fällen Paranoia, Desorientiertheit, epileptische Anfälle, Halluzinationen und psychiatrische Störungen ausgelöst werden. Verlässliche statistische Angaben, die das Risiko abschätzen lassen, liegen aber nicht vor.

Herz und Gefäße

Man vermutet, dass der Cannabiskonsum zu schweren Herzproblemen führen kann, wie Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen und plötzlichem Herztod. Daneben bringt man Schlaganfälle, gerade bei jungen Menschen, mit der Droge in Verbindung.

Gegenanzeigen

Das Rauschmittel aus Hanf führt zu Koordinationsstörungen sowie zu einer undeutlichen Aussprache. Autofahren und gefährliche Arbeiten sollten unterlassen werden.

Suchterkrankungen, Epilepsie oder psychiatrische Vorerkrankungen (wie Psychosen, Schizophrenie oder schwere Depressionen) sind Gegenanzeigen für den Einsatz von therapeutischem THC. Ausnahmen sind mit der Grunderkrankung (HIV, Krebs) verbundene Depressionen, die öfters durch den Einsatz als Medikament gebessert werden können.

Rauchen von Marihuana kann bei Vorerkrankungen Beschwerden verschlimmern, vor allem bei Personen mit

  • Erkrankungen der Atmungsorgane: unter Umständen wird die Atmung beeinträchtigt.
  • Herzerkrankungen: es kann zu Zwischenfällen kommen.
  • Krampfanfällen: Cannabis kann die Krampfschwelle erniedrigen.
  • Immunsuppression: Es drohen unter Umständen Pilzinfektionen (vor allem durch Marihuana, da es häufig mit Pilzsporen verunreinigt ist).

Fortpflanzung

Marihuana darf nicht in der Schwangerschaft konsumiert werden. Es beeinträchtigt die Spermienproduktion beim Mann und den Eisprung bei der Frau. Häufiger Cannabisgebrauch kann beim Mann zur Entwicklung einer vergrößerten Brust führen.

Wechselwirkungen

Hanföl:

Gamma-Linolensäure in größeren Mengen (3 g) hat einen deutlichen Effekt auf die Blutgerinnung. Personen, die auf Gerinnungshemmer eingestellt sind, sollten das beachten.

Problematischer sind THC haltige Hanfprodutke:

THC:

Marihuana verstärkt den Effekt von Beruhigungsmitteln oder Stimulantien.

Marihuana führt zusammen mit dem Antidepressivum Fluoxetin oder dem Alkohol-Entwöhnungsmittel Disulfiram unter Umständen zu gesteigertem Antrieb und Veränderung der Stimmung (Hypomanie).

Cannabis hemmt den Abbau von Medikamenten (über Cytochrom 450), weshalb anzunehmen ist, dass es viele Medikamentenwirkungen verändert. Auch eine Kombination der bekannten Hanfprodukte mit einer Chemotherapie ist daher ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht anzuraten.