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Botanischer Steckbrief von Huflattich

Sonniges Gelb auf steinigen Flächen

Die ersten Farbtupfer im Februar beschert uns der Huflattich. Und es scheint fast so, als habe er sich die perfekten Standorte dafür ausgesucht: Nicht nur, dass er unser Gemüt mit seinen sonnig‑gelben Blüten zum Strahlen bringt, auch die typischen Standorte, wie Steinbrüche, Geröll-, Erdhalden und Straßenränder werden durch seine Erscheinung aufgewertet.

Aussehen und Herkunft

Huflattich-Gruppe in einer Geröllhalde. © Corinna Heyer/PhytoDoc

Der Huflattich ist sowohl in Europa und Asien als auch in einigen Gegenden von Nord-Afrika verbreitet. Die Pflanze wächst vor allem auf tonig-mergeligen Böden und gedeiht auch reichlich in Steinbrüchen, auf Geröll- und Erdhalden und Trümmerflächen [5]. Huflattich ist einer der ersten Frühjahrsblüher, welcher mit dem leuchtenden Gelb seiner Blüten die Vorfreude auf Sonne und warme Tage in uns weckt. Aufgrund seines weit verzweigten Wurzelsystems leuchtet uns an einem Standort ein ganzer Teppich dieser strahlenden und nach Honig duftenden Blüten entgegen und kündigt den nahenden Frühling an.

Die namensgebenden Blätter erscheinen erst nach der Blüte

Die Blätter erscheinen erst, nachdem die Blüten verblüht und sich die Samenstände herausgebildet haben. Daher nannte man den Huflattich im Mittelalter auch „Filius ante patrem“, „der Sohn vor dem Vater“. Den deutschen Namen „Huflattich“ erhielt die Pflanze aufgrund der Form ihrer Blätter, die an einen Huf erinnern. Im lateinischen Gattungsnamen Tussilago findet sich bereits ein Hinweis auf seine Heilwirkung: „tussis ago“ bedeutet „Ich vertreibe den Husten“. Der Artname farfara bezieht sich dagegen auf die Blätter, die mit ihrer filzig weißen Behaarung wie mit Mehl („far“) bestäubt scheinen [5].

Gewinnung

In den Monaten Mai bis Juni werden ca. handtellergroße Blätter des Huflattichs geerntet. Für die Zubereitung des Drogenmaterials werden die Blätter gereinigt, schonend getrocknet und anschließend grob zerkleinert. Zur Herstellung des Frischpflanzenpresssaftes werden die frisch geernteten, gereinigten und zerkleinerten Blätter einem speziellen Auspressverfahren unterzogen [1].

Quellen/Weitere Informationen

Quellen