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Nebenwirkungen des Kaffestrauches

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Übermäßiger Kaffeegenuss führt zu Nervosität, Zittern, Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Verdauungsstörungen.

Personen, die schweren Bluthochdruck haben, sollten keinen Kaffee trinken, wenn sie das nicht gewöhnt sind. Hochdruckpatienten, die an den Konsum gewöhnt sind, sollten sich auf zwei Tassen am Tag beschränken.

Es ist bekannt, dass Koffein eine leichte Abhängigkeit hervorrufen. Sie verschwindet nach dem Absetzen etwa innerhalb von 10 Tagen. Als Entzugserscheinungen treten auf: Schläfrigkeit, niedriger Blutdruck, Lethargie, Gereiztheit, Kopfschmerzen. Langsames Absetzen ist in diesen Fällen günstiger.

Epileptiker sollten mit Koffein vorsichtig sein, insbesondere, wenn sie konventionelle Antiepileptika nehmen (Carbamazepine, Phenobarbital, Phenytoin, Valproate).

Gegenanzeigen

Schlafstörungen, Einschlafstörungen, Überregbarkeit, nervöse Unruhezustände, Angstzustände oder Panikattacken werden durch Koffein verstärkt: Wie schnell Koffein im Blut abgebaut wird, ist höchst unterschiedlich – genetisch bedingt. Bei manchen Menschen ist nach 6-20h erst die Hälfte abgebaut. Dann empfiehlt es sich, auf den Kaffeegenuss zu verzichten oder ihn auf die erste Tageshälfte zu legen.

Wegen möglicher Schädigungen des ungeborenen Kindes und der Gefahr spontaner Fehlgeburten sollten Schwangere ihren Kaffeekonsum auf weniger als drei Tassen täglich reduzieren (300 mg Koffein/Tag). Am Ende der Schwangerschaft wird Koffein deutlich langsamer abgebaut, die Frau wird empfindlicher für Koffein: erst etwa um 20h ist die Hälfte des tagsüber genossenen Koffeins entfernt!

Kinder sind ebenfall eine „Risikogruppe“. Unter 12 Jahren sollten sie keinen Kaffee trinken. Später sollten sie nicht mehr als 2.5 mg Koffein pro kg Körpergewicht und Tag aufnehmen (umgerechnet eine bis zwei Tassen Kaffee für ein Kind mit 40kg, es kommt natürlich auf die Stärke an).

Personen mit empfindlichem Magen, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren vertragen Kaffee schlecht und sollten darauf verzichten.

Dass man nach Kaffeegenuss oft schnell zur Toilette muss, dürfte allgemein bekannt sein. Aber Kaffee fördert nicht nur Wasserausscheidung und Stuhlgang, er wirkt auch auf den Schließmuskel der Blase. Das kann bei Personen mit Inkontinenzproblemen die Symptome verstärken, insbesondere bei Dranginkontinenz. Die Studienlage ist hier aber noch nicht eindeutig. Im Zweifelsfall lassen Sie den Kaffee versuchsweise weg.

Wechselwirkungen

Kaffeekohle bindet unspezifisch Stoffe in der Verdauung. Sie sollte daher nicht mit Medikamenten eingenommen werden.

Kaffeekonsum verringert die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung um 40%. Dies ist bei Eisenmangel zu berücksichtigen. Kaffee soll nicht zusammen mit Eisenpräparaten getrunken werden.

Bluthochdruckmittel und andere Medikamente sollten grundsätzlich nicht mit Kaffee genommen werden.

Möglicherweise beeinträchtigt Kaffee das Kalzium-Gleichgewicht und damit die Knochengesundheit älterer Frauen. Zugabe von Milch zum Kaffee sollte das Problem beheben.