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Botanischer Steckbrief von Kalmus

Die umgangssprachliche Bezeichnung als Gewürzkalmus und Deutscher Ingwer kommt von der Verwendung des Kalmus als Gewürz. Man nutzt ihn zum Würzen von Rohkost, Salaten und Kompott oder als Ersatz für Ingwer. Der Name Magenwurz erinnert an die Anwendung bei Verdauungsproblemen.

Aussehen und Herkunft

Der Kalmus aus der Gattung Acorus gehört zu der Familie der Acoraceae. Die schilfartige Wasserpflanze ist mehrjährig und hat einen langen, kriechenden, wurzelartigen Sproßabschnitt (Rhizom) und breite (> 15 mm), aromatische Blätter mit einer deutlichen Mittelrippe. Die winzigen Blüten des Kalmus sitzen in einem länglichen, walzenförmigen Blütenkolben. Die europäische Art (A.calamus) ist aber steril und vermehrt sich nur ungeschlechtlich (vegetativ).

Die zweite Art, der Grasblättrige Kalmus (A. gramineus Ait.), ist fruchtbar und wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Im Gegensatz zum A. calamus charakterisieren ihn nicht-aromatische, schmale Blätter (<10 mm), ohne eine deutliche Mittelrippe. Gärtner schätzen die gezüchteten Zierformen. Pharmakologisch interessant ist die Wurzel (Rhizom).

Der Kalmus ist von Indien bis Neuguinea verbreitet. In den nördlichen, gemäßigten Klimazonen ist er aber vermutlich eingebürgert. Der Grasblättrige Kalmus ist in China, Japan und Südostasien heimisch.

Die umgangssprachliche Bezeichnung als Gewürzkalmus und Deutscher Ingwer kommt von der Verwendung des Kalmus als Gewürz. Man nutzt ihn zum Würzen von Rohkost, Salaten und Kompott oder als Ersatz für Ingwer. Der Name Magenwurz erinnert an die Anwendung bei Verdauungsproblemen.

Gewinnung

Der wurzelartige Sprossabschnitt wird im Herbst gesammelt und getrocknet. Für die Tinktur wird das Material zerkleinert und mit Alkohol extrahiert.

Für das Kalmus-Öl werden die frischen oder getrockneten Kalmus-Wurzelstöcke ausgepreßt und das Öl per Wasserdampfdestillation oder Extraktion isoliert.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen