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Pflanzenprofil von Kamille

Kamille duftet herrlich

Kamille hat einen charakteristischen, aromatischen Duft und einen kegelig gewölbten, hohlen Blütenboden. Pharmazeutisch verwendet werden die Blüten, den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen findet man kurz vor der Blüte.

Aussehen und Herkunft

Die Echte Kamille (Matricaria recutita) zählt zur Familie der Korbblütler. Die 10-60 cm hohe Pflanze ist ein einjähriges Kraut mit mehrfach gefiederten, wechselständigen Laubblättern. Die gestielten Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 10-28 mm. Kamille hat einen charakteristischen, aromatischen Duft und einen kegelig gewölbten, hohlen Blütenboden. Diese Merkmale unterscheiden sie eindeutig von der Geruchlosen Kamille (Matricaria inodora). Die Blüten sind in der Mitte gelb, die äußeren Zungenblüten weiß gefärbt.

Kamillen-Präparate gehören in Deutschland zu den am häufigsten angewendeten Phytopharmaka. Der deutsche Kamillenbedarf in Höhe von rund 3.000 Tonnen wird ausschließlich durch Einfuhren aus verschiedenen Anbauländern gedeckt.

Kamille kommt in ganz Europa einschließlich Skandinavien und in Nordasien vor und wurde in fast allen Erdteilen eingebürgert (Australien, Neuseeland, Südamerika, Nordamerika).

Gewinnung

Angebaut wird meist Kamille vom Wildtyp, jedoch gibt es auch Zuchtsorten für hochwertige Kamillen-Produkte. Den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen findet man kurz vor der Blüte. Daher wird die Kamille im April/Mai per Hand oder maschinell gepflückt. Die Blüten werden frisch extrahiert oder schonend getrocknet.

Da beim Trocknen und während der Lagerung ein Teil der Wirkstoffe verloren geht, ist eine zügige Verarbeitung nötig. Die getrockneten Blüten werden mit Wasser, Alkohol, Isopropanol oder Erdnussöl extrahiert.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen