Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Welche Nebenwirkungen hat Kap-Aloe?

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Produkte aus dem Blattsaft der Kap-Aloe können neben Darmkrämpfen auch abtreibend wirken; Abführmittel gehen u.U. in die Muttermilch über. Deshalb sollten Präparate mit Kap-Aloe während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Laborstudien lieferten Ergebnisse die darauf hindeuten, dass Anthrachinone karzinogen sein könnten. Anthrachinon/Anthronhaltige Abführmittel sollten daher nicht über längere Zeit eingesetzt werden.

Bei Überdosierung kommt es zu schwerem Durchfall. Bei der Behandlung sollte man auf eine ausreichende Zufuhr von Elektrolyten sorgen.

Patienten mit Darmverschluss, chronischer Verstopfung oder chronischer Darmentzündung (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa), Blinddarmentzündung (Appendizitis), unklaren Bauchbeschwerden, und Kinder unter 10 Jahren sollten Aloe nicht einnehmen. Auch während der Regelblutung (Menstruation) und bei Entzündungen im Unterleib ist von der Einnahme wegen der verstärkten Durchblutung im Beckenbereich abzuraten.

Anthrachinonhaltige Produkte sind kontraindiziert bei Menschen mit Neigung zu Krämpfen, Koliken, Hämorrhoiden und Nierenentzündung.

Die Einnahme von laxierenden Abführmitteln führt leicht in einen Circulus viciosus von Durchfall und Verstopfung (u.a. über den induzierten Kaliumverlust). Die Mittel dürfen daher nicht über längere Zeit eingenommen werden. Andere Mittel zur Stuhlregulierung (z.B. Leinsamen, Flohsamen, Agar, Laktulose etc.), zeigen auch bei Langzeiteinnahme kaum Nebenwirkungen.

Wechselwirkungen

Die abführende Wirkung der Kap-Aloe bewirkt, dass auch eingenommene Medikamente schneller ausgeschieden werden. Es kann daher u.U. weniger Wirkstoff aufgenommen werden.

Durch den Kaliumverlust bei Durchfall kann es zu Kaliummangel kommen. Dadurch wird die Wirkung von Herzmedikamenten (Herzglykoside) und Medikamenten gegen Rhythmusstörungen beeinträchtigt bzw. die Herzfunktion beeinträchtigt. Kaliummangel kann auch die Darmaktivität beeinträchtigen.

Kaliummangel kann ebenfalls durch die Einnahme von entwässernden Mitteln (Thiaziddiuretika), Nebennierensteroiden oder Süßholzwurzel verstärkt werden.