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Botanischer Steckbrief der Kiefer

Stärke, Langlebigkeit und Geduld

Kiefern sind sehr zähe Bäume und kommen mit Trockenheit und nährstoffarmen Böden zurecht. Ganz passend dazu steht die Kiefer in China, Korea und Japan für Stärke, Langlebigkeit und beständige Geduld. Das Holz der Kiefer ist wegen seiner günstigen Beschaffenheit und dem relativ schnellen Wachstum besonders in der Möbelindustrie beliebt.

Aussehen und Herkunft

Die Kiefer (Pinus sylvestris) ist ein bis zu 30 m hoher Nadelbaum mit rotbrauner, schuppenförmiger Rinde. Sie ist im oberen Teil des Baumes sehr dünn und hat dann eine fuchsrote Farbe. Jährlich wächst ein Langtrieb, der paarige Nadeln trägt. Die Zapfen der Kiefer sind klein und eher rundlich. Zur Reife braucht es zwei Jahre und erst im dritten Jahr werden die Samen frei. Das Holz der Kiefer ist in der Regel sehr harzreich.

Als artenreiche Gattung sind sie auf der ganzen Nordhalbkugel heimisch. Das Vorkommen der Wald-Kiefer reicht von Europa bis Sibirien, von Lappland im Norden bis Spanien und die Türkei im Süden.

Verwendung finden die jungen Zweige der Kiefer und das durch Destillation gewonnene ätherische Öl aus Nadeln, Zweigen oder Harz (Terpentin), sowie das Holz (Holzkohleteer). Viele andere Nadelbäume werden auch ähnlich verwendet (Tanne, Fichte, Lärche).

Außermedizinische Anwendung

Der Harzbalsam aus Kiefern, Fichten und Tannen war früher ein wichtiges Rohprodukt für die Papier-, Lack-, Seifen- und Schuhcremeindustrie.

Harzbalsam (Terpentin) war der Rohstoff zur Herstellung von Terpentinöl und Kolophonium.

Als Binde- und Verdünnungsmittel findet Terpentin von Künstlern in der Ölmalerei Anwendung.

Kolophonium wird beim Erhitzen flüssig und erhärtet beim Abkühlen. Es ist und war daher ein außerordentlich vielseitiger Stoff. Farben und Lacke, Hilfsstoff beim Löten, Siegellack, Klebstoffe, Räucherwerk. Kolophonium wird von Geigenspielern verwendet, um die Haftreibung des Bogens auf den Seiten zu erhöhen.

Gewinnung

Kiefernnadelöl (Pini aetheroleum):
Aus den frischen Nadeln, Zweigspitzen oder frischen Ästen mit Nadeln und Zweigspitzen kann man durch Wasserdampfdestillation ätherisches Öl gewinnen.

Kiefernsprosse (Pini turiones):
Die frischen Triebe werden im Frühjahr gesammelt und getrocknet.

Terpentinöl
wird aus dem frischen Harzbalsam (Terpentin) verschiedener Pinus-Arten gewonnen. Dazu werden die Bäume angeschnitten und das Harz in Töpfen aufgefangen. Durch Wasserdampfdestillation kann man ätherisches Öl vom Harz (Kolophonium) trennen. Durch weiter fraktionierte Destillation isoliert man daraus das gereinigte Terpentinöl.

Holzteer, Nadelholzteer (Pinaceae pix):
Er ist ein Nebenprodukt, das bei der Gewinnung von Holzkohle anfällt: Beim Erhitzen von Hartholz in bestimmten Öfen kommt es durch die Hitze zu Zersetzungsprozessen und dampfförmigen Produkten. Bei Abkühlung setzen sich Teere und leicht flüchtige Verbindungen ab.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen