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Klette

© C. Heyer/PhytoDoc

Klettenwurzelextrakt ist Bestandteil vieler Kosmetika

Die Wirkung der Großen Klette bei verschiedenen Beschwerden ist nicht belegt. Als Kosmetikum ist der Wurzelextrakt jedoch beliebt.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Wogegen hilft Klette?

Eine Wirkung der Großen Klette bei Magen-Darmbeschwerden, Gicht, Rheuma, Hauterkrankungen, Entwässerung und Blutreinigung ist nur volksmedizinisch belegt. Eine therapeutische Anwendung wird daher von der Kommission E nicht befürwortet.

Eine größere Bedeutung hat Klettenwurzelextrakt nur als Kosmetikum.

Heilwirkung von Klette

Die Wirkung der Klette ist entzündungshemmend. Sie ist auf einige Inhaltstoffe zurückzuführen, die die Produktion von Entzündungs-Vermittlern hemmen können. Nachgewiesen ist auch die antimikrobielle Eigenschaft der Großen Klette.

In der traditionellen Phytomedizin wird die Klette meist äußerlich als Wurzel- oder Blattextrakt eingesetzt. Wegen der entzündungshemmenden und antibiotischen Eigenschaft behandelt man mit der Klette Entzündungen verschiedenster Art (Akne, Dermatosen, Ekzem, Furunkulose, Hautinfektionen, Hautjucken, Insektenstiche, Schuppenflechte, Entzündungen und schwer heilende Wunden im Mund- und Rachenraum). Die Klettenwurzeln werden innerlich traditionell bei Magendarmbeschwerden verwendet. Man schreibt der Wurzel sowie den Blättern auch eine blutzuckersenkende Eigenschaft zu. Größere Bedeutung hat die Klette in Europa aber nur als Kosmetikum in der Körperpflege (bei schuppend-fettiger Kopfhaut).

In Korea und China gilt die Klette als entzündungshemmend, harntreibend und entgiftend.

Die positive Wirkung der Klette bei Nierenentzündung und die harntreibende Wirkung wurden bisher allerdings nicht in wissenschaftlichen Studien bestätigt.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

Für diese Anwendungsgebiete liegen eindeutige klinische Studien vor, um von einer Wirksamkeit auszugehen. Die Wirksamkeit wurde von mindestens einer der maßgeblichen Bewertungskommissionen (Kommission E/ESCOP/HMPC/WHO) verbindlich festgestellt.

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Entzündungen (Hautentzündung, Ekzem, Geschwüre, Haut und Hautanhangsgebilde, Wunden, Hautinfektionen, Schuppenflechte)
  • fettende und schuppige Kopfhaut

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

  • Akne
  • Insektenstiche
  • Juckreiz
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Mundhöhlen- und Rachenraumerkrankungen

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Die Klettenwurzel ist Bestandteil von verschiedenen medizinischen Produkten (Puder, Tabletten und Tinkturen), die gegen Hautleiden und Rheuma angeboten werden.

Dosierung

Innerliche Anwendung
  • Tee: 2-6 g Wurzel mit heißem Wasser übergießen, abseihen und dreimal täglich trinken
  • Abkochung: 2,5 g fein geschnittene Wurzel mit Wasser ansetzen, mehrere Stunden stehen lassen, dann bis zu einer Stunde kochen, anschließend abseihen
  • Flüssigextrakt (1:1 mit 25% Alkohol): davon 2 bis 8 ml, dreimal täglich einnehmen
  • Tinktur (1:10 in 45% Alkohol): davon 8 bis 12 ml, dreimal täglich einnehmen.


Äußerliche Anwendung
Das Wurzelöl kann zum Einreiben, die Blätter als Umschlag zur Reizlinderung verwendet werden.

Wirkstoffe

  • Polyacetylenverbindungen (in Wurzeln): schwefelhaltige heterocyclische Acetylenverbindungen wie Arctinal und Lappaphene sowie verschiedene schwefelfreie Verbindungen.
  • etherisches Öl (in Wurzeln): mit Benzaldehyd, Acetaldehyd und Pyrazinderivaten
  • Inulin (in Wurzeln): ein Speicherstoff ähnlich wie Stärke
  • Triterpene (in Wurzeln) und zahlreiche Nebenverbindungen
  • bitteres Sesquiterpenlacton (in Blättern) vom Germacranolidtyp: Arctiopicrin
  • Lignan (in Früchten; Lignane gehören meist zu den Phytoöstrogenen)