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Botanischer Steckbrief von Knoblauch

Kulturpflanze mit unklarer Herkunft

Knoblauch ist eine alte Kulturpflanze mit unklarer Herkunft. Man kennt sie vom mittleren Osten bis Zentralasien. Er wird seit der Antike als Nahrungs-, Gewürz- und Arzneipflanze genutzt. Er wurde gegen Darmparasiten sowie gegen Läuse verwendet und man glaubte, er habe eine aphrodisierende Wirkung.

Aussehen und Herkunft

Die mehrjährige Pflanze zeichnet sich durch längliche, flache, graugrüne Blätter aus. Die kugeligen Blütenstände enthalten neben den Samen auch zahlreiche kleine Brutzwiebeln in einer papierartigen weißen Hülle. Gegessen und angewendet werden die frischen Zehen des Knoblauchs (Allium sativi bulbus), das Pulver (Alii sativi pulvis) und das Öl.

Nicht zu verwechseln mit Knoblauch ist der Bärlauch (Allium ursinum L.), der häufig in Europa und Asien angebaut wird. Die Blätter des einheimischen Bärlauchs schmecken sehr ähnlich und können als Knoblauchersatz verwendet werden. Sie eignen sich auch vorzüglich für einen Wildkräutersalat.

Gewinnung

Der Knoblauch (Allium sativum) wird geerntet, sobald die Blätter und der Zwiebelhals vertrocknet sind (September oder Oktober).

Pulver:

Der Knoblauch wird geschnitten und bei 60 °C getrocknet. Dabei bleibt das Allicin erhalten. Die getrockneten Stücke werden anschließend zerstoßen.

Trockenextrakt, Knoblauchöl:

Zunächst werden die ungeschälten Zehen kurz in der Mikrowelle erhitzt, was die Alliinase, das Enzym, welches Alliin umsetzt, zerstört. Danach wird mit wässrigem Alkohol extrahiert und die Lösung eingetrocknet.

Der zerkleinerte Knoblauch wird mit Wasser extrahiert. Nach Destillation dieser Lösung erhält man das ätherische Öl.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen