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Pflanzenprofil von Kürbis

Bereits die Griechen und Römer schätzten ihn

Der Kürbis (Cucurbita pepo) gilt als größte Beere der Welt. Die große Frucht enthält viele Samen und schwammiges Fruchtfleisch. Bereits die Griechen und Römer kannten und schätzten den Kürbis. Sie nutzten damals jedoch nicht den Gemeinen Kürbis (Cucurbita pepo L.), sondern Verwandte, wie zum Beispiel Melonen und Flaschenkürbisse. Auch in China wurde über verschiedene Kürbisarten berichtet.

Aussehen und Herkunft

Der Gemeine Kürbis stammt wahrscheinlich vom Texanischen Kürbis ab, den schon etwa vor 6000 bis 4000 v. Chr. die Indianer verzehrten. Der Kürbis wurde schließlich von Kolumbus nach Europa gebracht und dann innerhalb weniger Jahrzehnte über ganz Süd- und Mitteleuropa verbreitet.

Früher fand der Kürbis als Viehfutter und Arme-Leute-Essen Anwendung. Inzwischen hat er in Form von Kürbiskernöl Einzug in Spezialitätenrestaurants und im privaten Haushalt gehalten. In der Volksmedizin finden Kürbiskerne vielseitige Verwendung. Dabei verwendet man die reifen, getrockneten und schalenlos gewachsenen Kerne von Cucurbita pepo. Aber auch die Samen von anderen Kürbisarten (wie C. maxima, C. mixta und C. moschata) werden medizinisch genutzt.

Gewinnung

Für die Herstellung von Arzneimitteln werden ausschließlich Samen von besonders gezüchteten Kürbissen verwendet: Die schalenlosen Kürbiskerne des Steirischen Ölkürbisses. Biologisch gesehen gibt es keinen Unterschied zu den Kürbissamen für die Kürbiskernölproduktion. Die Kürbissamen für Arzneimittel werden jedoch gründlicher auf Schadstoffe untersucht und biologisch bedingte Schwankungen der Inhaltsstoffe werden ausgeglichen.
Die Kürbissamen werden Anfang Mai gesteckt und ab Mitte Oktober geerntet. Eine Frucht enthält durchschnittlich 150 g Kerne. Nach der Ernte werden die Kerne sofort gewaschen und von anhaftendem Fruchtfleisch befreit. Die von Hand geernteten Kerne werden meist auf Rosten in der Sonne 1-2 Wochen lang getrocknet. Maschinell geerntete Kerne werden in Flachrostanlagen bei 50 bis 60°C ca. 12 – 15 Stunden getrocknet.
Bei der Pressung des Öls werden pro Liter 2,2 bis 2,4 kg Kerne vermahlen und mit Wasser und Salz zu einem Brei geknetet (Salz fördert die Trennung von Fett und Eiweiß). Die Masse wird bei 60°C etwa 30 Minuten geröstet, bis das Wasser verdampft ist. Dadurch wird das in den Kernen enthaltene Öl aufgeschlossen. In einer Presse wird anschließend das Kürbiskernöl bei einem Druck von 300 bis 350 bar gewonnen. Die Schwebeteile setzen sich nach einer Woche ab oder werden durch Filtration entfernt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen