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Botanischer Steckbrief von Lapacho

Aus dem Medizinschrank der Inkas und Wikinger

In den Urwäldern Mittel- und Südamerikas hat der Lapacho-Tee nicht nur seinen Ursprung, sondern auch eine lange Tradition. Bereits die Inkas nutzten den Tee zur Linderung vieler Beschwerden. Aber nicht nur bei körperlichen Krankheiten ist er ein Allheilmittel. Auf den Bahamas gilt Lapachotee als energetisierendes Getränk und in Brasilen behandelt man sogar die Seele damit. Er soll gegen Angst und Depressionen wirken. Tierversuche haben das sogar belegt. Angeblich kannten bereits die Wikinger das Heilmittel. Sie bezahlten Rinde teuer und brachten sie auch nach Europa. Bezeichnungen gibt es viele für das weit gereiste Heilmittel: „taheebo”, “pau d’arco”, “ipê” oder „peúva“. Bei uns hat sich der Name „Lapacho“ eingebürgert und ist ein Geheimmittel bei beginnenden Erkältungen.

Aussehen und Herkunft

Der Lapacho-Baum wird auch als Baum des Lebens bezeichnet. Er gehört zu der Familie der Bignoniaceae (oder Trompetenblütler) und wächst in den Regenwäldern Südamerikas (vor allem in Argentinien, Paraguay, Brasilien). Die Familie ist formenreich und es gibt über hundert Arten. Der Baum zeichnet sich durch erstaunliche Lebenskraft aus. So kann er bis zu 700 Jahre alt und etwa 20 Meter hoch werden. Seine Rinde ist relativ glatt, die roten oder violetten Trompetenblüten ähneln denen des Trompetenbaums, den man auch bei uns häufig in Gärten und Parks anbaut. Die 5-7 lappigen Blätter erinnern an die handförmigen Kastanienblätter. Zur Reife gibt die zylindrische Kapselfrucht zahlreiche geflügelte Samen frei. Pharmakologisch genutzt wird nur die Rinde des Baums (Tabebuiae cortex). Fein geschnitten ist sie als Lapacho-Tee auf dem Markt.

Gewinnung

Der Tee wird aus der roten, inneren Rinde des Lapacho-Baumes (Tabebuiaimpetiginosa) hergestellt. Nach dem Entfernen der äußeren Rinde vom Stamm kann die innere Rinde - ähnlich der Korkeiche - abgeschält und anschließend getrocknet werden. Das Schälen schadet dem Baum nicht, denn die Rinde wächst innerhalb eines Jahres nach. Inzwischen gibt es auch speziell für die Teeproduktion angelegte Farmen.

Aus der pulverisierten Rinde werden Kapseln hergestellt (ca. 300 mg/Kapsel). Der wässrige Absud der Rinde wird als Tee verwendet oder konzentriert. Damit stellt man Tinkturen her oder Kapseln mit dem Lapacho-Trockenextrakt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen