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Botanischer Steckbrief von Lavendel

Eine Wohltat für den Geruchssinn

Der Nama Lavendel leitet sich von dem lateinischen Wort „lavare“ (waschen) ab. Dies belegt, dass der Lavendel seit altersher wegen des vorzüglichen Aromas zum Waschen verwendet wurde. Früher legte man die Kissen auch in die Wäsche, denn der Duft soll Motten vertreiben. Die französische, italienische und spanische Küche würzt Fleisch und Fischgerichte mit Lavendel.

Aussehen und Herkunft

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) ist ein bis zu einem Meter hoher Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) mit lineal-lanzettlichen, silbriggrauen Blättern. Die stark duftenden, kleinen violettblauen Blüten bilden ährenförmige Blütenstände, die sich weit über den Strauch erheben. Kommerziell angebaut wird hauptsächlich der sehr ölreiche Lavandin (L. x intermedia), eine Kreuzung zwischen dem Echten Lavendel (L. angustifolia) und dem Großen Speik (L. latifolia). Aus ihm gewinnt man das wohlriechende Lavandinöl, welches ein wichtiger Duftgrundstoff ist. Medizinisch eingesetzt wird aber das hochwertigere und stärker duftende Lavendelöl von Lavandula angustifolia.

Lavendel liebt die Wärme. Besonders häufig wird er im westlichen Mittelmeergebiet in malerischen Plantagen gezogen. Südfrankreich ist eines der klassischen Anbaugebiete für hochwertige Lavendelöle. Der kommerzielle Lavendel - Anbau hat sich neuerdings auf andere Regionen wie Osteuropa ausgebreitet.

Verwendet werden die getrockneten Blütenstände (Lavandulae flos) oder das aus den frischen Blüten destillierte ätherische Öl (Lavendelöl – Lavandulae aetheroleum).

Gewinnung

Zur Herstellung werden die frischen Blüten der Lavendelpflanze mit heißem Wasserdampf erhitzt und die flüchtigen Gase aufgefangen. Bei der Abkühlung erhält man Wasser und ein klares leicht gelbliches Öl. Öle mit Estergehalten über 30% sind hochwertig. Ist der Gehalt geringer, wurde das Öl entweder verfälscht oder unsachgemäß hergestellt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen