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Pflanzenprofil von Löwenzahn

Traditionelle Anwendung

Früher hat man den Löwenzahn (inulinreiche Wurzeln) geröstet und als Kaffee-Ersatz verwendet oder die oberirdischen Teile im zeitigen Frühjahr als vitaminreichen Salat eingesetzt. Heute hat man ihn als kulinarische Besonderheit wiederentdeckt und er wird als Salatpflanze vermehrt angebaut. Wegen der harntreibenden Wirkung wurde der Löwenzahn mancherorts »Bettseecher« (=Bettnässer), andernorts „piss-en-lit“ genannt.

Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter, Wurzeln oder beides (Taraxaci radix cum herba). Der Löwenzahn für Fertigpräparate stammt vorwiegend aus Osteuropa.

Aussehen und Herkunft

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine mehrjährige Rosettenpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Auf gedüngten Wiesen ist der Löwenzahn im Frühjahr oft aspektbildend. Er hat eine bis zu 50 cm lange Pfahlwurzel. Namensgebend sind die langen zackigen Blätter, die an die Zähne eines Löwen erinnern. Während die Blätter häufig dicht am Boden liegen, sind die blattlosen Blütenstängel aufrecht. Sie sind hohl und tragen am Ende eine gelbe Sammelblüte mit unzähligen kleinen Zungenblüten. Die Früchte (Pappus) segeln mit dem Wind oft weite Strecken mit ihren Fallschirmen. Während der Wachstumsphase scheiden alle Pflanzenteile bei Verletzung einen bitteren Milchsaft aus.

Gewöhnlicher Löwenzahn ist eine formenreiche Sammelgruppe mit bisher 150 bekannten Kleinarten. Die genaue Bestimmung erfordert Spezialliteratur.

Der Löwenzahn war ursprünglich auf der nördlichen Halbkugel heimisch, mittlerweile ist die robuste Pflanze als „Unkraut“ weltweit verbreitet

Gewinnung

Die Blätter werden vor der Blüte geerntet und getrocknet. Die Wurzel sammelt man für gewöhnlich im Herbst, wenn der Inulingehalt hoch ist.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen