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Botanischer Steckbrief von Mädesüß

Glücksbringer und Wiesenkönigin

Im Mittelalter wurde das Mädesüß wegen seines lieblichen Duftes zudem als Bodenstreu verwendet. Außerdem wurden seine wunderschönen zarten und leuchtenden Blütenstände zu Kränzen gewunden, welche der Braut, bei der Hochzeit auf dem Kopf getragen, Glück bringen sollten [2]. Somit wurde die Braut von der „Wiesenkönigin“ zur Königin (des Bräutigams) gekrönt.

Aussehen und Herkunft

Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria (L.) MAXIM.; Syn.: Spiraea ulmaria L.) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) ist eine bis zu 1,5 m hohe Heilpflanze, welche in ganz Europa als auch in Nord- und Mittelasien verbreitet ist. Bevorzugt wächst sie auf feuchten Wiesen.

In der Blütezeit (Juni bis August) stechen die leuchtend cremeweißen Blüten königlich aus der Masse der anderen Kräuter und Süßgräser hervor. Nach der Blütezeit bilden sich die Früchte aus: Kleine spiralig gekrümmte Nüsschen, welche die Samen enthalten. Wegen der Form der Früchte wurde das Mädesüß früher auch als „Spierstaude“ bezeichnet (von lat. spira = Spirale) [1].

Namensherkunft

Der heutzutage benutzte Name Mädesüß hat übrigens nichts mit Mädchen oder gar mit „süßen Mädchen“ zu tun, sondern vielmehr damit, dass in früherer Zeit diverse Getränke, so u. a. auch Met, mit den Blüten dieser Pflanze gesüßt wurden.

Auch Hildegard von Bingen schätzte das Mädesüß sehr und legte es z. B. in Wein ein. Jedoch nicht um damit das Getränk zu süßen, sondern zur Herstellung schmerzlindernder Umschläge. Außerdem nutzte die Nonne das Kraut auch als Entwurmungsmittel und wegen seiner harntreibenden Wirkung.

Gewinnung

Sobald sich die Blüten voll entfaltet haben, wird der obere Teil der Pflanze (das blühende Kraut) geerntet und schonend getrocknet [1].

Quellen/Weitere Informationen

Quellen