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Magnesium

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Magnesium - Mineral für die Nerven

Magnesium hilft unter anderem bei Muskelkrämpfen, Kopfschmerzen und Durchfall. Ein Magnesiummangel ist selten, kann aber zahlreiche Beschwerden auslösen.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Magnesium ist ein lebensnotwendiges Mineral, am wichtigsten ist es für die Nerven. Einen akuten Magnesiummangel bemerkt man daher sehr schnell an Muskelkrämpfen. Benötigt wird Magnesium aber auch für den Knochen und in unzähligen Stoffwechselwegen. In der Regel sind Mitteleuropäer ausreichend mit Magnesium versorgt. Bei diversen Erkrankungen, beispielsweise Diabetes mellitus, Nervenproblemen oder chronischen Magen-Darmerkrankungen, ist ein Test auf Magnesiummangel sinnvoll. Darüber hinaus beinträchtigen verschiedene Medikamente den Magnesiumhaushalt. Magnesium löst Wadenkrämpfe und kann versuchsweise auch bei Kopfschmerzen oder Asthma eingesetzt werden. Linderung verschafft Magnesium unter Umständen auch bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose. Außerdem unterstützt Magnesium die Behandlung von Osteoporose. Bei verschiedenen Beschwerden und Krankheiten kann deshalb eine gezielte Magnesiumgabe hilfreich sein. Große Mengen Magnesium lösen Durchfall aus, weswegen es ein traditionelles Mittel gegen Verstopfung ist. Bei Nierenfunktionsstörungen allerdings ist mit Magnesium Vorsicht geboten. Magnesiumpräparate sind u.a. in Form von Brausetabletten, Granulaten, Dragees oder Kautabletten frei verkäuflich.

Wobei hilft Magnesium?

Magnesium: richtig dosiert eine große Hilfe

Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral, das für die Entspannung von Muskeln und die Aktivität der Nerven benötigt wird, daneben spielt es im Knochen eine wichtige Funktion. In der Regel sind Mitteleuropäer ausreichend damit versorgt. Eine Mangelsituation kann bei Jugendlichen (15-18), Schwangeren, älteren Menschen (>65) und Sportlern auftreten. Gefürchtet sind die schmerzhaften Muskelkrämpfe durch Magnesiummangel. Auch bei Diabetikern, Depressiven, Migränepatienten und Herzkranken ist der Bedarf häufig nicht gedeckt.

Magnesium bei Wadenkrämpfen ist ein probate Mittel, bei den Indikationen Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Asthma bronchiale, Diabetes und Kopfschmerzen könnte es bei Mangel begleitend zur Therapie sinnvoll sein.

Bei größeren Mengen Magnesium (über 300 mg) treten harmlose Durchfälle auf, die sich nach dem Absetzen sehr schnell normalisieren. Nierenpatienten sollten nur streng kontrolliert Magnesium zu sich nehmen.

Wozu braucht der Körper Magnesium?

Der menschliche Körper enthält insgesamt ca. 30 g Magnesium. Der Hauptteil davon ist in den Knochen gebunden. Der Rest befindet sich in den Zellen, nur geringe Mengen liegen außerhalb in Körperflüssigkeiten.

Magnesium: zentral im Stoffwechsel

Innerhalb der Zellen sind mehrere hundert Enzyme direkt oder indirekt von Magnesium abhängig, insbesondere Enzyme des Energiestoffwechsels. Auch für das Zusammenspiel von Muskel und Nerv braucht man Magnesium. Es wirkt krampflösend, indem es die Erregbarkeit des Muskels dämpft. Als Gegenspieler von Calcium entspannt es die Muskulatur, das betrifft Herz und Skelettmuskeln aber auch Organe wie z.B. Blutgefäße, Harnleiter oder Darm.

Außerhalb der Zellen trägt es zusammen mit Calcium vor allem zur Stabilisierung von Zellmembranen bei, und spielt eine wichtige Rolle beim Zusammenhalt und Interaktion der Zellen.

Wadenkrämpfe

Als häufigste Ursache für Wadenkrämpfe ist eine Überregbarkeit der Muskeln durch einen Mangel an Salzen (Elektrolyten). Die meisten dieser Beschwerden können mit Magnesium gelindert werden. Bei Muskelschmerzen im Nacken und Rücken ist Magnesium ebenfalls ein relativ einfach durchzuführender Therapieversuch.

Auch schwangere Frauen mit häufigen Beinkrämpfen können mit Magnesium (Magnesiumlactat oder –citrat) behandelt werden. Daneben gibt es Hinweise, dass eine „Schwangerschaftsvergiftung“ (Gestose) auf Magnesium anspricht. Hier muss ein Arzt eingreifen.

Knochengesundheit

Magnesium ist für die Knochengesundheit notwendig. Es bewirkt die Aktivierung von knochenbildenden Zellen (Osteoblasten), die Zunahme der Mineralisationsdichte, Aktivierung von Vitamin D und Erleichterung des Calciumtransportes. Magnesium erleichtert die Behandlung von Osteoporose.

Eine langfristige unzureichende Magnesiumversorgung trägt zur Osteoporose bei, da unter Mangelbedingungen Magnesium aus dem Knochen mobilisiert wird. Die zur Vorbeugung der Osteoporose empfohlene Calciumzufuhr sollte deshalb durch eine geeignete Magnesiumgabe ergänzt werden.

Eine Zunahme der Knochendichte bei Frauen mit Osteoporose im 1. und 2. Jahr der Therapie wurde in klinischen Studien beschrieben. Fachleute aber fordern noch genauere Untersuchungen. In den offiziellen Leitlinien ist Magnesium gegen Osteoporose noch nicht verankert.

Dem Darm Beine machen: Obstipation

Magnesiummangel führt oft auch zu Verstopfung. Zusätzlich geht oft noch beim häufigen Gebrauch von Abführmitteln viel Magnesium verloren. Dann ist es Zeit für eine Magnesiumsupplementation zu sorgen.

Zu viel Magnesium führt seinerseits zu Durchfall und in Omas Apotheke gab es Bittersalz (= Magnesiumhydrogensulfat) als Abführmittel. Es hat durchschlagenden Erfolg, belastet auf Dauer aber den Mineralstoffwechsel und ist es nur für den kurzzeitigen Gebrauch sinnvoll.

Herz-Kreislauf

Herzpatienten haben oft zu wenig Magnesium im Serum. Die tägliche Gabe von Magnesium bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit verbessert die Funktion des Herzens und der Blutgefäße sowie die Belastbarkeit. Auch bei gewissen Herzrhythmusstörungen kann eine kombinierte Gabe von Magnesium mit Kalium empfehlenswert sein.

Bluthochdruck

Der Magnesiumstatus übt eine direkte Wirkung auf die Entspannung von glatten Gefäßmuskelzellen aus, was für den Blutdruck wichtig ist. Dabei gilt: je entspannter die Aderwände, umso weiter sind die Adern und umso geringer ist der Blutdruck.

Bei Infusionen sinkt der Blutdruck erheblich, bei Einnahme von Magnesium ist aber die Abnahme des Blutdrucks insgesamt als eher gering zu bewerten, dennoch muss gerade bei Gewichtsreduktion bei Hypertonikern besonders auf eine ausreichende Magnesiumversorgung geachtet werden.

Herzkranzgefäße

In einer doppelblinden und Placebo-kontrollierten klinischen Studie erhielten 187 Patienten mit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße für sechs Monate zweimal täglich oral 365 mg Magnesium (als Magnesiumcitrat). Bei den Patienten, die Magnesium einnahmen, verbesserten sich die körperliche Ausdauer, die Brustschmerzen bei Belastung und die Lebensqualität im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Bei einem Herzinfarkt wirkt intravenöses Magnesium schützend auf das Muskelgewebe des Herzens, verbessert dessen Sauerstoffversorgung und reduziert die Thrombenbildung.

Die Argumente häufen sich, das Magnesium bei Herzerkrankungen eine wichtige Funktion spielt, dennoch wird der Stellenwert von Magnesium bei kardiovaskulären Erkrankungen noch diskutiert. Über den Einsatz von Magnesium bei Herzkrankheiten sollte ein Arzt entscheiden.

Arteriosklerose

Auch beim Menschen scheint ein niedriger Magnesiumspiegel mit einer gesteigerten Verkalkung der Gefäße verbunden zu sein. Darüber hinaus fördert Magnesiummangel offensichtlich thrombotische Reaktionen sowie oxidative Schäden. Verschiedene Studien konnten mehrfach belegen, dass Magnesium vor Verkalkung schützt. Bei Dialysepatienten bewirkte eine konsequente Überwachung der Magnesiumwerte die bestehende Verkalkung sogar teilweise rückgängig zu machen. Große epidemiologische Studien fehlen noch.

Kopfschmerzen

In zahlreichen Untersuchungen bei Patienten mit Kopfschmerzen konnte ein verminderter Magnesiumgehalt in Serum, Speichel oder Zellen nachgewiesen werden. Eine längerfristige Einnahme von 600 mg Magnesium pro Tag verminderte in Studien die Anzahl von Migräneattacken und Migränetagen deutlich. Es dürften vermehrt gefäßbedingte Kopfschmerzen ansprechen.

In den Leitlinien der der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und der Gesellschaft für Neuropädiatrie wird Magnesium zur Vorbeugung kindlicher Migräne ausdrücklich empfohlen.

Diabetes mellitus

Magnesium ist ein wichtiger Faktor im Stoffwechsel der Glukose. Ein positiver Effekt von Magnesium auf Diabetes oder die Entwicklung von Diabetes wird in der Fachpresse diskutiert:

So soll Magnesium

  • vor Diabetes schützen
  • Empfindlichkeit für das Blutzuckerhormon Insulin verbessern
  • die Einstellung des Blutzuckers erleichtern
  • Folgeerkrankungen vorbeugen (insbesondere Herzerkrankungen, Neuro- und Retinopathie und Fußgeschwüre)

In einer klinischen Studie wurde 63 Insulin-Patienten mit Diabetes Typ 2 Magnesium verabreicht (16 Wochen, täglich oral 2,5 g Magnesiumchlorid in Lösung). Im Vergleich zu der Placebo-Gruppe waren in der Magnesium-Gruppe die Blutzuckerspiegel niedriger. Dadurch verbesserten sich die Insulinabhängigkeit und die Stoffwechselkontrolle.

Diabetes Typ 1 ist bei schlechter Stoffwechseleinstellung und verstärkt bei chronischem Magnesiummangel oft mit Polyneuropathie verbunden, einer Störung der Nervensensibilität. In einer klinischen Studie konnte durch die tägliche Einnahme von 300 mg Magnesium über 5 Jahre der Magnesiumhaushalt wieder ausgeglichen werden; zudem wurde die Entwicklung der Polyneuropathie günstig beeinflusst.

Umfassende Interventionsstudien zum Thema fehlen aber noch, so wird eine Magnesiumgabe bei Diabetes in den Leitlinien der Fachgesellschaften noch nicht genannt. Bei Mangelzuständen erscheint eine Ergänzung von Magnesium auf Grund der Faktenlage als sinnvoll.

Asthma bronchiale

Bei asthmatischen Erkrankungen hat man geringere Magnesiumwerte in Blutzellen und im Urin gefunden. Nach einer Hypothese fördern geringe Magnesiumwerte die Überempfindlichkeit der Atemwege bei Asthmatikern.

Eine doppelblinde, Placebo-kontrollierte klinische Studie an 89 Kindern mit mildem bis mäßigem Asthma zeigt eine positive Wirkung. Sie erhielten für 12 Wochen entweder täglich eine Kapsel Magnesiumcitrat (bis 7. Lebensjahr 200 mg, ältere Kinder 290 mg) oder eine Placebo-Kapsel. In der Placebo-Gruppe mussten mehr Medikamente zur Erweiterung der Bronchien eingesetzt werden als bei der Magnesium-Gruppe. Langfristige Magnesiumzufuhr ist bei Kindern mit milden bis mäßigen Asthma von Vorteil und wird als begleitendes Mittel empfohlen.

Es spricht einiges dafür, dass Magnesium bei der Indikation Asthma sinnvoll ist, dennoch ergab eine Auswertung aller verfügbaren Studien zu dem Thema noch kein einheitliches Bild. Der Behandlungserfolg ist daher nicht sicher. Bei einem schweren Asthmaanfall wird die intravenöse Gabe von Magnesiumsulfat von der Nationalen Versorgungsleitlinie befürwortet.

Lärmempfindlichkeit

Eine erhöhte Lärmempfindlichkeit bei Patienten weist häufig auf einen Magnesiummangel hin. Untersuchungen sowohl an lärmexponierten Versuchstieren als auch an Menschen zeigten, dass auch Hörverluste durch eine Magnesiumgabe vermieden werden. Ebenso spekuliert man auf eine Wirkung bei Tinnitus.

Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Als eine der möglichen Ursachen für die ADHS wird ein Magnesiummangel in Betracht gezogen. In verschiedenen Studien wurden bei 15 – 20 % der hyperaktiven Kinder ein erniedrigter Magnesiumspiegel im Blut gefunden. Große Studien gibt es noch nicht, wegen der geringen Nebenwirkungen ist jedoch eine Behandlung mit Magnesium einen Versuch wert.

In einer Studie an 230 Kindern mit funktionell-neurovegetativen Beschwerden (Konzentrationsschwäche, Nervosität, schnelle Ermüdung, Schlafstörungen, Bauch- und Kopfschmerzen) wirkte sich die Gabe von zweimal täglich 120 mg Magnesium über einen Zeitraum von 3 Wochen positiv aus.

Auch beim „Restless Legs-Symdrom“, welches die Betroffene durch ständig unruhige Beine quält, ist die Magnesiumgabe eine mögliche Option.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Für diese Anwendungsgebiete liegen eindeutige klinische Studien vor, um von einer Wirksamkeit auszugehen. Die Wirksamkeit wurde von mindestens einer der maßgeblichen Bewertungskommissionen (Kommission E/ESCOP/HMPC/WHO) verbindlich festgestellt.

  • Krämpfe in den Beinen (Wadenkrämpfe), Entspannung
  • nachgewiesener Magnesiummangel
  • Asthma (intravenös, ärztlich überwacht)
  • Gestose (intravenös, ärztlich überwacht)
  • Herzkrankheiten (intravenös, ärztlich überwacht)
  • kindliche Migräne, Vorbeugung

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

Es liegen zahlreiche Hinweise aus einer langen Anwendungstradition in der Volksmedizin und in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde vor, die eine Wirksamkeit annehmen lassen. Dennoch sind bisher nicht alle Kriterien erfüllt, die für eine volle Beweiskraft notwendig sind. Falls es klinische Studien gibt, haben die Ergebnisse nicht zweifelsfrei überzeugt.

  • Arteriosklerose
  • Asthma bronchiale (bei Kindern mit milder bis mäßiger Erkrankung), Linderung
  • Belastungssituationen, Vermeidung eine Mangels (Schwangerschaft, Alkoholismus, hormonelle Empfängnisverhütung)
  • Depression (versuchsweise)
  • Diabetes mellitus Typ 1, Besserung der Folgen
  • Diabetes mellitus Typ 2, Vorbeugung, Status-Besserung
  • Fettwerte, erhöhte
  • Migräne, Kopfschmerzen, Linderung
  • Osteoporose, Vorbeugung
  • Polyneuropathie, diabetische, Besserung
  • Rücken-, Nacken-Krampfschmerzen (versuchsweise)
  • Verstopfung (Bittersalz = Magnesiumhydrogensulfat)

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

Die Hinweise aus traditioneller Anwendung oder Laborversuchen sind zu wenig überzeugend und gehen über einen experimentellen Status nicht hinaus. Es gibt bisher keine korrekten oder positiven klinischen Studien.

  • Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Bluthochdruck (Hypertonie), Verringerung
  • Herzrhytmusstörungen (Rücksprache mit dem Arzt)
  • koronare Herzerkrankungen (Rücksprache mit dem Arzt)
  • Tinnitus
  • "Restless Legs-Symdrom“

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Magnesiumpräparate sind als Brausetabletten, Granulate, Dragees oder Kautabletten im Handel erhältlich. Die Magnesiumpräparate gibt es in unterschiedlichen Formen: anorganische Magnesiumsalze (z.B. Magnesiumsulfat) und organische Magnesiumsalze (z.B. Magnesiumcitrat). Die erstgenannte Gruppe ist preisgünstiger, jedoch hat organisch gebundenes Magnesium eine bessere Bioverfügbarkeit. Magnesiumhaltige Präparate in Dosierungen von 121,5 mg bis 600 mg pro Tag sind apothekenpflichtige Arzneimittel.

Die durchschnittliche Aufnahme von Magnesium über Lebensmittel wird für die europäische Bevölkerung mit Werten zwischen ca. 200 mg/Tag (Italien) und ca. 350 mg/Tag (Deutschland) angegeben.

Vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) wurde für Nahrungsergänzungsmittel bislang die Einhaltung der einfachen Dosis von 400 mg/Tag als obere Grenze empfohlen (BgVV, 1998). Hohe Dosen Magnesium (ab 360 mg/Tag) die als Supplemente aufgenommen wurden, führten in Einzelfällen zu leichten Durchfällen. Bei Dosierungen von 250 mg/Tag und weniger wurden solche Effekte nicht beobachtet. Das wissenschaftliche Komitee für Nahrungsmittel der EU (SCF) schlägt daher eine Obergrenze von 250 mg pro Tag vor.

In den klinischen Studien (s.o.) können für bestimmte Indikationen und Zeiträume höhere Magnesiummengen eingenommen werden. Bei Anreicherung von Lebensmitteln mit Magnesium besteht sehr wahrscheinlich keine Durchfallgefahr. Für Trinkwasser gilt der festgelegte Grenzwert 50mg/l. Außerdem wird der Zusatz „Nicht für Kinder unter 4 Jahren” für magnesiumhaltige Nahrungsergänzungen gefordert.

Für die Behandlung von Wadenkrämpfen werden täglich 200 bis 400 mg Magnesium über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen empfohlen.

Anmerkungen

Bei der Mengenangabe muss man auch zwischen der Gewichtsangabe des Gesamtsalzes und dem tatsächlichen Magnesium-Gehalt unterscheiden. Brausetabletten oder Granulate haben durch das Auflösen in Wasser den Vorteil einer zusätzlichen Flüssigkeitszufuhr und eines schnelleren Wirkungseintritt. Besonders günstig ist die schluckweise Aufnahme über den Tag verteilt. Der Resorptionsgrad erhöht sich so erheblich.

Wirkstoffe

Wichtige Inhaltsstoffe

Es sind zahlreiche Magnesiumsalze im Handel. Gut verfügbar ist Magnesium aus Fumarat, Laktat, Orotat, Phosphat, Pidolat, Taurinat, Chlorid und Citrat. Relativ schlecht verfügbar sind: Sulfat, Phytat und Gluconat.