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Steckbrief von Magnesium

Magnesium ist lebensnotwendig

Magnesium ist in der Umwelt allgegenwärtig: am Aufbau der Erdrinde ist Magnesium zu 2 % beteiligt, auch die Gebirgszüge der südlichen Alpen enthalten Salzverbindungen mit Magnesium. Mit dem Regen gelangt es ins Meerwasser und in Mineralquellen. Alle Lebewesen nehmen es auf und sind darauf angewiesen. Einer der wichtigsten Magnesiumkomplexe ist das Chlorophyll, der grüne Farbstoff für die Photosynthese der Pflanzen. Die Energiegewinnung der Pflanzen wiederum ernährt die gesamte Nahrungskette.

Worin ist Magnesium enthalten?

Auch für den Menschen ist Magnesium überlebenswichtig: es ist das vierthäufigste Kation im Körper.

Magnesiummangel hat daher schwerwiegende Folgen: es äußert sich schnell in Muskelkrämpfen oder nächtlichen Wadenkrämpfen, Spasmen und Empfindungsstörungen. Daneben kommt es zu Erschöpfung und Störungen des vegetativen Nervensystems (Depressionen, Krampfanfälle, Konzentrationsstörungen, Muskelzuckungen, Psychosen). Der Patient leidet unter Appetitlosigkeit bis hin zur Übelkeit. Dauerhafte Unterversorgung verschlimmert chronische Erkrankungen, wie Osteoporose und Atherosklerose. Sie führt zu Entzündungen und verschlechtert die Immunantwort.

Hier droht Magnesiummangel

Mangelzustände können bei Nierenversagen (Niereninsuffizienz), bei schweren Hungerzuständen, Magen-Darmkrankheiten, Diabetes mellitus, chronischem Alkoholismus und bei Einnahme hormonhaltiger Empfängnisverhütungsmittel auftreten. In Stresssituationen wird Magnesium außerdem vermehrt über den Urin ausgeschieden. Sportler verlieren Magnesium über den Schweiß, Stillende über die Milch und Urin.

Bestimmte Medikamente greifen in den Magnesiumstoffwechsel ein und führen über längere Zeiträume zu einer Verarmung an dem Mineral. Verstärkt wird die Ausscheidung von Magnesium durch Blutdruckmittel (Diuretika), Glukokortikoide und Antibiotika (Aminoglykoside). Protonenpumpeninhibitoren zur Behandlung von Sodbrennen und Gastritis können ebenfalls durch eine verminderte Aufnahme einen Magnesiummangel auslösen.

Magnesium in der Nahrung

Man ist daher gut beraten ausreichend Mineralien mit der Nahrung aufzunehmen. Magnesiumreiche Lebensmittel sind vor allem Milchprodukte (Käse), Vollkornprodukte, Nüsse und Obst (Bananen, Kirschen und Pflaumen). Alle grünen Gemüse enthalten durch das Chlorophyll Magnesium, daneben auch: Karotten, Kartoffeln und Rosenkohl. Besonders hoch ist der Anteil von Magnesium in Haferflocken, Hirse, ungeschältem Reis, Weizenkeimen und Sojaprodukten. Ganz nebenbei liefern Genussmittel wie Kaffee, Kakao und Schokolade das wertvolle Mineral. Bei Mineralwasser kann man sich auf dem Etikett über den Gehalt informieren.

Die Magnesiumkonzentrationen können – je nach Anbauart - stark schwanken. In den letzten Jahren ist durch die starke Überdüngung mit Kalium und Calcium und durch den niedrigen pH-Wert des Regenwassers („saurer Regen“) die Konzentration von Magnesium in der pflanzlichen Nahrung gesunken.

Magnesium geht in's Kochwasser

Der Gehalt ist in unverarbeiteten Lebensmitteln in der Regel wesentlich höher als in zubereiteten. Beim Kochen von Gemüse gehen erhebliche Mengen von Kalium und Magnesium in das Kochwasser über und damit verloren. Kochwasser sollte daher beim Zubereiten des Essens weiterverwendet werden, soweit es sinnvoll und verträglich ist. (Bei Kartoffeln, muss man das Kochwasser auf alle Fälle weggießen, da es darmreizendes Solanin enthält).

Gewinnung

Magnesium wird als MgCl2 z.T. nach dem Dow-Verfahren aus Meerwasser und Kalkmilch od. calciniertem Dolomit gewonnen. Magnesiumsulfat (MgS04 x H2O) gewinnt man aus dem Mineral Kieserit. Magnesiumcarbonat, MgCO3, kommt in der Natur in großen Mengen als Magnesit oder Bitterspat vor. Durch Erhitzen erhält man Magnesiumoxid.

Durch Umsetzen verschiedener Magnesiumverbindungen (z.B. Magnesiumoxid, Magnesiumkarbonat) mit organischen Säuren (z.B. Zitronensäure, Milchsäure) in Wasser scheiden sich die organischen Salze ab (z.B. Magnesiumzitrat, Magnesiumlaktat).

Quellen/Weitere Informationen

Quellen