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Pflanzenprofil von Mahonie

Wilder Gartengast aus Übersee

Wegen ihres dekorativen Aussehens wird die Mahonie (Mahonia aquifolium) bei uns gerne in Parkanlagen gepflanzt. Beheimatet ist die Pflanze vor allem in Asien und Amerika.

Aussehen und Herkunft

Die Mahonie aus der Familie der Sauerdorngewächse (Berberidaceae) ist ein immergrüner Strauch, der mit der einheimischen Berberitze verwandt ist. Sie wurde ursprünglich auch der Berberitze zugeordnet, wie noch der alte Name „Berberis aquifolium“ belegt. Zwischenzeitlich führte man die Pflanze in einer eigenen Gattung („Mahonia aquifolium“). Nach aktuellen DNA-Untersuchungen, ist eine Zuordnung zur Gattung Berberis wahrscheinlicher. Künstlich sind die beiden Arten immer noch kreuzbar, aber die Hybriden produzieren keine furchtbaren Samen mehr. Weltweit gibt es über 500 Berberis-Arten, die sich alle durch den Inhaltsstoff Berberin auszeichnen.

Mahonie: wilder Gartengast aus Übersee

Kann die Mahonie ungestört wachsen, erreicht sie Höhen von bis zu 1,6 Metern. Das Zusammentreffen mit dem Busch kann eine schmerzhafte Angelegenheit sein, denn die ledrigen Blätter tragen spitze Stacheln. Dennoch wird der Busch gerne angepflanzt. So ist der aus Nordamerika stammende Busch bei uns heimisch geworden. Sehr robust trotzt er der Kälte und erklimmt Höhen bis zu 3500 m. Die lebhaft gelben traubigen Blütenstände setzen im Frühling so manchen bunten Akzent in der Landschaft. Sie locken zahlreiche Insekten an. In der Biologie sind die Staubgefäße berühmt geworden: Reizt sie ein Insektenbein, so schnellen sie vor und entladen schlagartig eine Dusche aus Blütenstaub auf dem Insekt. Ab August reifen dann die schwärzlich-bläulichen, bereiften Früchte. Sie sind etwa so groß wie eine Erbse und enthalten mehrere Kerne. Aus der Mahonienbeeren lässt sich ein bläulich-violetter Farbstoff gewinnen und der gelbe Farbstoff in Rinde und Wurzel wurde zur Gelbfärbung von Textilmaterialien und Leder verwendet. Die Mahonienrinde gilt in größeren Mengen wegen der Alkaloide als giftig. Nur die Samen enthalten nur sehr wenig davon, ein Genuss sind sie aber nicht, schmecken sie doch reichlich sauer. Kleine Kinder sollten die Früchte nicht essen, sie können zu Durchfall und Erbrechen führen.
Man verwendet heute Auszüge aus der Rinde (Mahoniae cortex) oder Wurzel (Mahoniae radix) nur noch in der Homöopathie.

Gewinnung

Die empfohlene Erntezeit der Mahonie liegt in der zweiten Jahreshälfte zwischen Hochsommer und Winter. Bei der Ernte ist darauf zu achten, dass die Wurzelrinde möglichst nicht verletzt wird, da sonst beim Waschen die Alkaloide verloren gehen. Die Wurzeln werden mit kaltem Wasser gereinigt, in kleinere Stücke geschnitten und anschließend getrocknet.

Für die Gewinnung von Berberinhydrochlorid werden die Wurzeln mit verdünnter Schwefelsäure extrahiert. Aus diesem Extrakt gewinnt man durch chemische Verfahren das reine Berberinhydrochlorid.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen