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Pflanzenprofil von Mariendistel

Mariendistel - Milchdistel - Liebfrauendistel

Die christliche Legende besagt, dass die Gottesmutter Maria auf der Flucht nach Ägypten ihren Sohn Jesus unter einer Distel stillte. Dabei fielen einige Tropfen Milch auf die Blätter und hinterließen weiße Flecken. Deswegen nannte man die Pflanze auch Milch- oder Liebfrauendistel und schrieb ihr zu, die Milchproduktion zu fördern.

Aussehen und Herkunft

Die Mariendistel (Silybum marianum) gehört wie die Artischocke zu den Korbblütlern (Asteraceae). Die beliebte Heilpflanze bildet im ersten Jahr eine Rosette und wächst im zweiten Jahr zu einer 60-150 cm hohen, blühenden Staude heran. Auffallend schön sind die dunkelgrünen Blätter mit ihrem hellem Marmorierungsmuster und dem dornigem Rand. Sind die purpurvioletten Blüten verblüht, bildet die Mariendistel braunschwarze etwa 6 mm lange Früchte, die durch ihren Pappus („Fallschirm“) mit dem Wind verbreitet werden können.

Die Herkunft der Mariendistel ist Südeuropa, Nordafrika und Westasien. Sie wurde zunächst in Gärten angepflanzt und wächst inzwischen in Mitteleuropa wild. Auch in Nord- und Südamerika, Australien ist sie eingebürgert.

Gewinnung

Man verwendet die reifen Früchte (Cardui mariae fructus) der Mariendistel aus kommerziellem Anbau, seltener die oberirdischen Pflanzenteile.

Die Früchte werden durch Dreschen isoliert, getrocknet und gereinigt und vom Pappus (dem „Fallschirm“) befreit. Man setzt entweder das Pulver der zerstoßenen Früchte ein oder extrahiert es mit dem Lösungsmittel Ethylacetat. Die Lösung wird getrocknet und der Rückstand verwendet.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen