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Botanischer Steckbrief von Melisse

Erquickung für's Herz

In Europa wird die Pflanze seit langem medizinisch genutzt. Der Hofarzt Matthiolus schrieb im 16. Jahrhundert: „Melisse hat eine treffliche Eigenschaft, das Herz zu stärken und zu erquicken, besonders wenn einem bei Nacht durch Herzklopfen bange wird“.

Pharmakologisch genutzt werden die getrockneten Blätter von der Unterart Melissa officinalis. ssp. officinalis. Das Produkt wird in der pharmazeutischen Literatur unter „Melissae folium“ geführt. Daneben verwendet man das etherische Öl (Melissae aetheroleum).

Aussehen und Herkunft

Die Melisse (Melissa officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und hat, wie der Name schon sagt, eine Ober- und Unterlippe. Sie wird bis zu 90 cm hoch und hat einen vierkantigen Stängel. Ihre Blüten entwickeln sich quirlartig in den Blattachseln der gegenständigen Blätter. Der Name „Melisse“ bezieht sich auf die Verwendung als Bienenfutterpflanze im Altertum (lateinisch Honig = mel). Charakteristisch ist der frische, zitronenartige Geruch, die Heilpflanze wird daher auch Zitronenmelisse genannt.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Melisse ist das östliche Mittelmeergebiet und Kleinasien. Mittlerweile wird die Pflanze aber in vielen Teilen der Welt kultiviert. Zu kommerziellen Zwecken baut man sie in Südwest-, Mittel- und Osteuropa an.

Gewinnung

Für den Tee erntet man das Kraut vor der Blüte. Ab dem zweiten Standjahr können bis zu vier Ernten eingebracht werden. Das Schnittgut wird zerkleinert und die Blätter von den Stängeln getrennt. Die zügige Trocknung erfolgt bei höheren Temperaturen (40 bis 45 °C, schonender jedoch sind 30 bis 35 °C).

Das etherische Öl erhält man durch Wasserdampfdestillation des frischen oder getrockneten Krautes zu Beginn oder während der Vollblüte.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen