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Pflanzenprofil von Mistel

Die Zauberpflanze

Die Mistel gehört zu den ältesten Zauberpflanzen. Schon die Priester der Kelten (Nachfahren der Gallier) nutzten die Mistel für ihre Riten. Bekannt wurde diese Sitte durch „Asterix und Obelix“. Auch für Fruchtbarkeit ist sie ein Symbol. In England hält sich der Brauch in der Weihnachtszeit einen Mistelzweig über die Tür zu hängen. Ein Kuss darunter soll die Partnerschaft segnen.

Aussehen und Herkunft

Die Mistel (Viscum album) aus der Familie der Mistelgewächse (Loranthaceae) ist ein halbschmarotzender immergrüner Halbstrauch, der auf den Ästen von Bäumen wächst. Er deckt seinen Energiehaushalt teilweise durch eigene Photosynthese und entnimmt dem Wirt Nährstoffe und Wasser. Die Wuchsform ist typischerweise kugelig und die Pflanze erreicht einen Durchmesser von bis zu einem Meter. Die Mistel besitzt ledrige, gelbgrüne Blätter, unscheinbare Blüten und klebrige, kugelige, weißlich-glasige Scheinbeeren. Die Samen werden durch Vögel verbreitet.

Die Mistel hat verschiedene Unterarten entwickelt, die zwar gleich aussehen, sich aber auf bestimmte Wirte spezialisiert haben: Laubbäume, Kiefern und Lärchen oder die Tanne.

Das Verbreitungsgebiet der Mistel reicht von Europa bis Asien. Sie wird am Wildstandort geerntet. Die Präparate zur medizinischen Verwendung stellt man überwiegend aus dem frischen oder getrockneten Kraut (Visci herba) oder den Blättern (Visci folium) her.

Früher vielseitig verwendet

Die Mistel wurde früher vielseitig verwendet: Man setzte sie in großem Umfang als Tierfutter und in Notzeiten in Form des Mistelmehls als Nahrungsmittel ein. Auch zur Herstellung von Leim für Leimruten beim Vogelfang verwendete man Mistelbeeren.

Die Mistel ist giftig für Hunde und Katzen, Pferde sowie für Nagetiere.

Gewinnung

Man sammelt die Blätter und Zweige vor der Fruchtbildung, für bestimmte Zubereitungen auch die jungen Zweige mit Blättern, Blüten und Früchten. Da Inhaltsstoffe der Wirtspflanze von den Halbparasiten aufgenommen werden können, sollte bei der Ernte auf die Wirtsart geachtet werden.

Die Herstellung von Fertigarzneimitteln zur Injektion aus dem Press-Saft oder wässrigen Auszügen aus frischem Mistelkraut erfolgt durch pharmazeutische Firmen. Detaillierte Angaben zur Herstellung sind nicht zugänglich.

Phytotherapeutische Präparate werden auf einen bestimmten Gehalt an Mistellektinen eingestellt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen