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Botanischer Steckbrief von Mönchspfeffer

Half er Mönchen beim Einhalten des Zölibats?

Die Griechen nannten den Mönchspfeffer „agios“ was so viel wie heilig, gottgefällig oder keusch bedeutet. Man nimmt an, dass dies in der christlichen Frühzeit mit dem lateinischen Wort agnus („Lamm“) verwechselt wurde. So entstand vermutlich der Name agnus castus, was so viel wie „keusches Lamm“ bedeutet. Der Begriff Keuschlamm leitet sich vermutlich von dem zusammengezogenen Namen „keusches Lamm“ ab. In der Antike und der katholischen Mönchstradition stand die Pflanze in dem Ruf, den Geschlechtstrieb herabzusetzen und Mönchen beim Einhalten des Zölibats zu helfen. Die Früchte der Pflanze wurden auch als Ersatz für Pfeffer verwendet. Daran erinnert auch der Name Mönchspfeffer.

Aussehen und Herkunft

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus), auch Keuschlamm genannt, ist ein bis zu 6 Meter hoch wachsender Strauch oder Baum aus der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Die gefiederten Blätter sind behaart und ähneln einer Hand. Die Blütenstände sind ährig und tragen duftende blauviolette (selten weiße oder rosafarbene) Blüten. Daraus entwickeln sich kleine rötlichschwarze, viersamige Steinfrüchte.

Das Verbreitungsgebiet der Heilpflanze erstreckt sich von Südeuropa bis Asien (vorwiegend Mittelmeergebiet). Mönchspfeffer wurde in tropischen Gebieten als Zierpflanze eingebürgert.

Für pharmakologische Präparate verwendet man reife, getrocknete Früchte (Mönchspfefferfrüchte – Agni casti fructus). Die Nebenwirkungen des Mönchspfeffers sind zu beachten.

Gewinnung

Die getrockneten, zerkleinerten Früchte werden mit alkoholischem Lösungsmittel extrahiert. Der Extrakt wird getrocknet und der Rückstand verwendet.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen