Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Omega-3-Fettsäuren: Nebenwirkungen

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Nach Angaben der Food and Drug Administration (FDA) sind Fischölmengen bis 3,5 g pro Tag sicher. Höhere Dosen müssen in jedem Fall von einem Arzt
ver­ordnet werden. Bei Mengen unter 3 Gramm sollten keine Nebenwirkungen auftreten.

Bei Mengen über 20 g pro Tag können Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen und Durchfall auftreten. Fischölkapseln von schlechter Qualität können zu Aufstoßen mit einem fischigen Beigeschmack führen.

In wenigen Fällen wurden durch die Einnahme von EPA und DHA die Blutzuckerwerte erhöht.

In einigen Fällen führte die Einnahme höherer Dosen EPA und DHA zu
vorübergehendem Nasenbluten.

Personen mit Beschwerden an der Bauchspeicheldrüse sollten sich fettreduziert ernähren.

Wie in einer amerikanischen Studie festgestellt wurde, scheint bei einer Diät, die reich an Omega-3- und arm an Omega-6-Fettsäuren ist, das Risiko, an einem Glaukom (Grüner Star) zu erkranken, erhöht zu sein. Zur Sicherstellung dieses Befunds sind weitere Studien nötig. Hierbei könnte sich die durch Omega-3 erhöhte Elastizität der Gefäße als negativ erweisen. Nach neueren Erkenntnissen ist das Glaukom vielmehr eine Gefäßerkrankung als eine reine Erhöhung des Augeninnendrucks.

Gegenanzeigen

Bei Bronchialasthma, das durch Acetylsalicylsäure ausgelöst wird, kann sich die Lungenfunktion verschlechtern. Bei akuter Lungenschädigung mit akutem progressiven Lungenversagen (Schocklunge, „acute respiratory distress syndrome“ – ARDS) sollten keine Omega-3 Fettsäuren eingesetzt werden. Die Gabe größerer Mengen bei Sepsis ist nicht ausreichend untersucht.

Menschen, die an Epilepsie oder bipolarer Depression (früher: „Manische Depression“) leiden, ist von der Ein­nahme von EPA und DHA abzuraten, da die Symptome bei höherer Dosierung unter Um­ständen verschlimmert werden können.

Wechselwirkungen

Personen, die zu Blutungen neigen oder Mittel zur Blutverdünnung einnehmen, sollten vor der Einnahme von EPA und DHA ihren Arzt befragen, da EPA und DHA die Blut­gerinnungsfähigkeit weiter herabsetzen können.

Diabetiker, die fest eingestellt sind, sollten den Blutzucker vermehrt überwachen.

Bei einer vorhandenen Infektionskrankheit und Infektanfälligkeit sollte eine Gabe von Fischöl nicht ohne Grund erfolgen. Es besteht die Möglichkeit, dass Omega-3-Fettsäuren die körperliche Abwehrbereitschaft herabsetzen. Bei den Inuit wütete die Spanische Grippe 1919/20 sehr wahrscheinlich auch daher so fatal, weil sie durch ihre extrem omega-3-reiche und omega-6-arme Ernährung ein deutlich geschwächtes Immunsystem aufwiesen.

Die Cholesterinwerte zeigen bei Omega-3-Fettsäuren-Gabe eher eine steigende Tendenz. Ein Arzt sollte den Verlauf überwachen und bei hohem Risiko unter Umständen mit einer Statin-Therapie eingreifen.