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Nebenwirkungen von Omega-3-Fettsäuren

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Gegenanzeigen

Bei Bronchialasthma, das durch Acetylsalicylsäure ausgelöst wird, kann sich die Lungenfunktion verschlechtern. Bei akuter Lungenschädigung mit akutem progressiven Lungenversagen (Schocklunge, „acute respiratory distress syndrome“ – ARDS) sollten keine Omega-3 Fettsäuren eingesetzt werden. Die Gabe größerer Mengen bei Sepsis ist nicht ausreichend untersucht.

Menschen, die an Epilepsie oder bipolarer Depression (früher: „Manische Depression“) leiden, ist von der Ein­nahme von EPA und DHA abzuraten, da die Symptome bei höherer Dosierung unter Um­ständen verschlimmert werden können.

Wechselwirkungen

Personen, die zu Blutungen neigen oder Mittel zur Blutverdünnung einnehmen, sollten vor der Einnahme von EPA und DHA ihren Arzt befragen, da EPA und DHA die Blut­gerinnungsfähigkeit weiter herabsetzen können.

Diabetiker, die fest eingestellt sind, sollten den Blutzucker vermehrt überwachen.

Bei einer vorhandenen Infektionskrankheit und Infektanfälligkeit sollte eine Gabe von Fischöl nicht ohne Grund erfolgen. Es besteht die Möglichkeit, dass Omega-3-Fettsäuren die körperliche Abwehrbereitschaft herabsetzen. Bei den Inuit wütete die Spanische Grippe 1919/20 sehr wahrscheinlich auch daher so fatal, weil sie durch ihre extrem omega-3-reiche und omega-6-arme Ernährung ein deutlich geschwächtes Immunsystem aufwiesen.

Die Cholesterinwerte zeigen bei Omega-3-Fettsäuren-Gabe eher eine steigende Tendenz. Ein Arzt sollte den Verlauf überwachen und bei hohem Risiko unter Umständen mit einer Statin-Therapie eingreifen.