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Pflanzenprofil von Osterluzei

Aussehen und Herkunft

Die Gewöhnliche Osterluzei (Aristolochia clematitis L.) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae). Sie besitzt einen kriechenden Wurzelstock, große herzförmige Blätter und einen aufrechten, bis zu 80 cm hohen Stängel, der leicht zickzackförmig wächst. Die gelben, trichterförmigen Blüten sind Fliegenkesselfallen. Fliegen werden von den Blüten angelockt, rutschen in den Trichter und bestäuben auf diese Weise die Pflanze.

Die Blütenform der Osterluzei erinnert mit etwas Phantasie an einen menschlichen Fötus. Von diesem Merkmal der Pflanze schloss man ehemals auf ihren therapeutischen Nutzen für Geburten, woran der wissenschaftliche Name heute noch erinnert (griechisch: aristos lochia, "sehr gute Geburt").

Die Osterluzei ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet und findet sich heute durch Verwilderungen in ganz Mitteleuropa an wärmeren Standorten, vor allem in Weinbergen.

Verschiedene Arten - verschiedene Anwendungen

Aristolochia-Arten werden in vielen Regionen der Welt als traditionelles Arzneimittel genutzt. Aristolochia fangchi Y.C. Wu ex L.D. Chow & S.M. Hwang (guang fang ji) und A. kaempferi Willd. werden z. B. in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt. Weitere Beispiele sind A. indica L. (in Indien: zur Empfängnisverhütung), A. rotunda L. (im Iran als Tonikum), A. cymbifera Mart. & Zucc. und A. ringens Vahl (in Südamerika bei Schlangenbissen, Geschwüren und Koliken verwendet) und A. serpentaria L. (Virginische Schlangenwurz; in Nordamerika traditionell bei Schlangenbissen und Verdauungsstörungen).

Die verwandte, einheimische Haselwurz (Asarum europaeum L.) verwendete man früher als Brechmittel.

Gewinnung

Von der Gewöhnlichen Osterluzei werden das Kraut (Aristolochia herba) und die Wurzel verwendet. Sie werden an der Luft getrocknet und dann weiterverarbeitet.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen