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Botanischer Steckbrief von Pappel

Der oder die Pappel?

Die Pappel ist zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Bäume. Die jeweiligen Blüten bilden kätzchenförmige hängende Blütenstände, die der Wind bestäubt. Er bläst die winzigen, flauschigen Samen wie Schneeflocken über die Landschaft, immerhin mehrere Millionen pro Baum.

Aussehen und Herkunft

Die Pappel (Populus spec.) zählt, wie die Weide, zu der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Beide sind Spezialisten für feuchte Standorte und trotzen Überschwemmungen unbeschadet. Mit ihrem etwas schwermütigen Reiz begleiten sie Fluss- und Bachläufe. Nur im Herbst leuchten sie - weithin sichtbar - im goldgelben Blattkleid.

Pappelblätter sind relativ hart und haben lange Stiele. Daher lässt der Wind die Bäume rauschen und die Blätter tanzen. Besonders die Espenblätter zittern bei jedem Hauch – daher auch der Beiname „Zitterpappel“. Eigenartiges entdeckt man übrigens auch bei der Blattform: die Sommerblätter vieler Arten sehen anders aus als der Frühlingstrieb.

Pappelholz ist allgegenwärtig

Das Holz des Baumes ist im Alltag kaum wegzudenken; man nutzt es unter anderem für die Herstellung von Zündhölzern, Musikinstrumenten und Verpackungen. Große Bedeutung erfährt es weiter bei der Fertigung von Spanplatten und Furnier, Holzwolle oder Papier. Als schnell wachsendes Pioniergehölz ist es, gerade als nachwachsender CO2 neutraler Rohstoff, interessant.

Gewinnung

Pappelknospen werden vor dem Aufbrechen - etwa Februar bis März - gesammelt und getrocknet. Pappelknospen erntet man meistens von der Balsampappel (P. balsamifera) oder der kultivierten Ontariopappel (P. candicans, alternativ als P. gileadensis oder P. x jackii ‘Gileadensis’ bezeichnet).

Rinde oder Blätter werden entweder frisch oder getrocknet verarbeitet.

Meist werden aus den zerkleinerten Pflanzenteilen Extrakte hergestellt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen