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Pflanzenprofil von Passionsblume

Woher kommt ihr Name?

Der Name stammt vermutlich von katholischen Missionaren in Südamerika. Sie sahen in der Blume Symbole für das Leiden Christi (von lateinisch „passio“, das Leiden). Der Strahlenkranz der Passionsblume stehe für die Dornenkrone, die fünf Staubbeutel für die Wundmale Christi und die drei Griffel mit den Narben für die Kreuzigungs-Nägel.

Passiflora incarnata wird auch als Zierpflanze geschätzt. Sie gehört zu den kälteresistenteren Arten und kann in milden, frostfreien Lagen sogar im Freien überwintern. Die meisten Arten der Gattung Passionsblume sind jedoch sehr kälteempfindlich.

Aussehen und Herkunft

Die Heimat der Fleischfarbenen oder Winterharten Passionsblume (Passiflora incarnata) ist die südöstliche USA. Die essbaren Früchte werden dort als "Maypop" bezeichnet. Die Blütenfarbe ist meist rosa, kann aber auch rot-violett oder weiß sein. Der für Passionsblumen typische Strahlenkranz beträgt stolze acht Zentimeter, charakteristisch für die Fleischfarbene Passionsblume sind die zahlreichen fransenartigen, gewellten Fäden der Nebenkrone.

Passiflora incarnata wächst auf sandig-steinigen Standorten an Feldrändern und sogar Straßenböschungen. Wie viele ihrer verwandten Arten ist sie eine mehrjährige, holzige Kletterpflanze und nutzt ihre Ranken, um sich auf einer Unterlage festzuhalten. Diese ringeln sich später korkenzieherartig auf und bilden so eine elastische Verbindung. Die Blätter der Passionsblume sind 3-teilig und gelappt. Die Pflanze verträgt Fröste bis -15 Grad und gilt damit als frosthart. So hat sie als Gartenpflanze (neben vielen anderen beliebten Arten) zusammen mit der bekannten Zimmerpflanze Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea) den Sprung zu uns nach Deutschland geschafft.

Die Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea) mit ihren beeindruckend filigranen blau-weißen Blüten ist ebenfalls eine kälteresistente Art und gedeiht auch bei uns.

Die Verwandtschaft

Passionsblumen sind eine artenreiche Gattung

Passionsblumen (Passiflora) aus der Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae) sind sehr vielgestaltig und man kennt 450 Arten nach Mabberley. Besonders auffällig sind die schönen großen mehrfarbigen Blüten. Die Früchte sind ovale und essbare Beeren, aber oft sind die Früchte nur klein und meist nicht so schmackhaft wie die bei uns bekannte Maracuja (Passiflora edulis).

Wärmeliebende Lianen

Die meisten dieser Kletterpflanzen lieben die Wärme und sind ursprünglich in den Tropen und Subtropen Südamerikas beheimatet. Hier tanzt Passiflora incarnata schon ein bisschen aus der Reihe – sie ist auch die einzige Heilpflanze aus dieser Gattung, die zu pharmakologischen Zwecken verwendet wird.

Gewinnung

Die Passionsblume wird im östlichen und südlichen Nordamerika, Indien und Südeuropa zu pharmazeutischen Zwecken angebaut. Verwendet wird die ganze Pflanze in getrockneter Form, vorwiegend Blätter und dünne Stängel (Passiflorae herba). Ein hoher Stängelanteil ist qualitätsmindernd.

Die Ernte des Krauts erfolgt zur Blütezeit. Die Triebe werden kurz über der Erde abgeschnitten.

Bei entsprechend optimalen Verhältnissen sind zwei Ernten pro Jahr möglich.

Die Trocknung erfolgt an der Luft oder unter Erwärmen mit Heutrocknern.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen