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Perubalsam

Perubalsam wird aus dem gleichnamigen immergrünen Baum gewonnen.

Perubalsam: antibiotische Wirkung und Stimulation der Wundheilung

Die wundheilenden Eigenschaften des Perubalsam waren bereits vor der Entdeckung Amerikas unter den Indios bekannt. 

Von: PhytoDoc-Redaktion

Perubalsam kompakt: Die wichtigsten Fakten

Die antibiotische Wirkung und die Stimulation der Wundheilung wurden im Labor und in Tierversuchen bestätigt. Auch die Kommission E bestätigt die Wirksamkeit in den genannten Anwendungsgebieten. Dennoch ist seit Juni 2005 der Perubalsam wegen seines (geringen) Allergierisikos von abnehmender Bedeutung – mal wieder ein Beispiel von vielen, bei denen gut wirksame Natur-Substanzen trotz nur geringer Risiken und guter Gesamtwirkung von synthetischen Substanzen abgelöst werden.

Alle Anwendungen im Überblick, sortiert nach Wirksamkeit

Hinweis: die möglichen Anwendungsgebiete (Indikationen) sind drei verschiedenen Kategorien zugeordnet, je nach Studienlage.

Eine ausführliche Definition erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus über die jeweiligen Blätter fahren.

Gesicherte Wirksamkeit
  • Schlecht heilende, infizierte Wunden: antiseptisch und wundheilend
  • zur Hautpflege bei Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris)
  • Verbrennungen
  • Frostbeulen
  • Wundliegen, Dekubitus
  • Prothesendruckstellen
  • Hämorrhoiden
Wirksamkeit laut Erfahrungsheilkunde
  • Husten, Auswurf fördernd (expektorierend)
  • Krätzmilben
Bisher keine Beweise zur Wirksamkeit, aber Potenzial
  • Parasiten

Heilwirkung von Perubalsam

Wundheilende Wirkung

Wegen des bitter-kratzenden Geschmacks wird der Perubalsam selten eingenommen, sondern vorwiegend äußerlich als Salbe zur Behandlung von schlecht heilenden Wunden, Erfrierungen, Geschwüren, Hämorrhoiden, Verbrennungen und Druckstellen verwendet da der Perubalsam die Wundheilung fördert. Der Inhaltsstoff Benzoesäurebenzylester wirkt außerdem gegen äußerliche Parasiten, insbesondere Krätzmilben. 

Auswurffördernde Wirkung

Tolubalsam findet man vor allem als Bestandteil von Husten- und Halssirup. Er übt eine keimhemmende (antiseptische), auswurffördernde (expektorierende), stimulierende Wirkung aus und hat darüber hinaus einen angenehmen Geschmack. Auch die Verwendung als Inhalationsmittel bei Katarrh und Erkältung ist überliefert. Dieser Effekt ist jedoch nicht bewiesen. 

Antimikrobielle Wirkung

Die Wirksamkeit des Tolubalsams als Antiseptikum ist aufgrund der enthaltenen, antimikrobiell wirkenden, Benzoesäure und ihrer Derivate möglich. Er wirkt außerdem auch gegen Pilze. 

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Salben als Fertigarzneimittel.

Dosierung

Tolubalsam: empfohlen wird eine Tagesdosis von etwa 0,6 g

Perubalsam:

  • In Zubereitungen zur äußerlichen Hautbehandlung sind 5-20% Balsam enthalten
  • Bei großflächiger Anwendung auf der Haut sollte die Zubereitung nicht mehr als 10 % Perubalsam enthalten

Perubalsam sollte nicht länger als eine Woche eingenommen werden.

Wirkstoffe

Balsame sind Weichharze und damit reich an:

  • Phenolcarbonsäuren: Benzoesäure, Zimtsäure und 45–70% Benzoesäure- und Zimtsäurebenzylester (insgesamt als Cinnamein bekannt), Alkohole der Benzoe- und Zimtsäure
  • Terpenen: α-Nerolidol, β-Nerolidol,
  • Benzaldehyden: Spuren von Vanillin